Foto: Shutterstock.com

Was braucht man alles zum Downhill fahren?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Eine Strecke, die bergab geht, muss in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden.

Nun, dies ist eine Variante aus verschiedenen Sportarten. Vor allem des Radsports, oder noch besser beschrieben: Des Mountain Biking. Eine Strecke, die bergab geht, muss in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden. Dabei gibt es, genau wie in der Skiabfahrt, eine abgesperrte Strecke, die durch gröbstes Gelände mit natürlichen Hindernissen führt. Dabei muss der Radfahrer zu jeder Sekunde sein Mountainbike unter totaler Kontrolle haben, denn es werden Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht. Dabei sollte man die richtige Balance zwischen geringer Sturzgefahr und höchstem Tempo finden – was eigentlich das Schwierige daran ist …

Besondere Gefahren beim Downhill sind offensichtlich:

  • Im groben Gelände und bei hohen Geschwindigkeiten sind Stürze vorprogrammiert.
  • Durch Aufprall auf natürliche Hindernisse können schwere Verletzungen entstehen.
  • Ein großes Risiko besteht darin, dass der Fahrer jederzeit seine Gewalt über das Fahrrad verlieren kann. Deshalb muss stets mit äußerst großer Konzentration gefahren werden.

  • Damit man überhaupt Downhill fahren kann, benötigt man ein spezielles Fahrrad, das den hohen Geschwindigkeiten und den oft gröbsten Gelände standhaft bleibt. Es sollte sehr stabil, und nicht zu schwer sein. 
  • Um den Bodenunebenheiten ein wenig auszuweichen, sollte der Fahrer darauf achten, dass an der vorderen Federgabel und auch am Hinterrad des Rades gute Stoßdämpfer eingebaut sind.
  • Natürlich muss man sich auch auf die Bremsen gut verlassen können. Beim Downhill kommen nur vollhydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz. 
  • Vielfältig einstellbare Rahmen sind sehr sinnvoll um die Fahreigenschaften dem jeweiligen Gelände anpassen zu können.
  • Stabile Reifen mit großem Volumen verhindern schnelle Platten und Beschädigungen durch spitze, scharfkantigen Steine. Je nach Witterung kommen verschiedene Profile zum Einsatz.
  • Im Gegensatz zum normal Radfahren kommt beim Downhillfahren eine Schaltung nur an der Hinterachse zum Einsatz, die sich auf 8 oder 9 Gänge beschränkt. 
  • Eine Schutzausrüstung für den Fahrer selbst ist natürlich genauso ein wichtiges „Muss“ beim Downhill. Eine komplette Ausrüstung für den Fahrer besteht aus Integralhelm, Knie- und Ellbogenschützern, Handschuhen, Oberkörper- und Nackenstütze.

Wie sieht nun so eine Abfahrt aus?

  1. Da ein Downhill-Rad eher ungeeignet für eine Bergauffahrt ist, wird der Aufstieg meist mit Autos oder Seilbahnen bewältigt – denn man muss ja erst einmal auf den Berg raufkommen…
  2. Bei der Abfahrt selbst bietet das Gelände oft recht vielfältige Anforderungen: Bodenwellen, Steine, Wurzeln … etc. Häufig bewältigt der Fahrer hohe Stufen, weite Sprünge, unzählige Schläge auf festem oder losem Grund.
  3. Je schneller die Abfahrt, desto intensiver muss sich der Fahrer konzentrieren und bei jedem neuen Hindernis schnell mit entsprechend ausgeklügelter Technik reagieren.
  4. Kraft, Stehvermögen, Koordination, Schnellkraft, große körperliche Fitness und hohe Feinmotorik sind bei der Abfahrt immer wieder aufs Neue gefragt. 
  5. Wichtig ist auch, den Schwerpunkt hinter den Sattel legen, also Gewicht immer nach hinten halten und die Vorderradbremse nicht zu stark zu ziehen.

Kommentare