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Was ist ein Diamant? - Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Diamant ist das härteste natürlich vorkommende Material. Die edlen Steine finden sowohl in der Schmuckindustrie als auch als Spekulationsobjekt Verwendung.

Diamant ist das härteste natürlich vorkommende Material. Die edlen Steine finden sowohl in der Schmuckindustrie als auch als Spekulationsobjekt Verwendung. Der Name Diamant kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „unbezwingbar“.
Natürliche Steine sind farblos und transparent. Der Schmuckstein kann jedoch auch alle möglichen Farben annehmen. So gibt es Steine in rot, rosa, grün, gelb, orange und sogar grau und schwarz. Für die Färbung sind in den meisten Fällen Verunreinigungen im Stein verantwortlich. Aber auch wenn das Kristallgitter eines Steins defekte aufweist, kann es dies zu einer Verfärbung führen.
Auf der Härteskala nach Mohs weisen die Edelsteine eine Härte von 10 auf. Die absolute Härte eines Diamanten, seine Schleifhärte, ist 140-mal größer als bei einem Korund. Da die Härte der Steine in den unterschiedlichen Kristallrichtungen verschieden ist, ist es möglich, das Prachtstück zu bearbeiten. Dazu wird ein Spezialwerkzeug verwendet, deren Spitze mit Diamantstaub beschichtet ist. Die Kristalle im Diamantstaub sind in verschiedene Richtungen angeordnet. Somit können immer die härtesten Kristalle auf den zu schleifenden Rohdiamanten einwirken. Das Gewicht eines Diamanten wird traditionellerweise in Karat angegeben. 0,2 Gramm entsprechen einem solchen Karat.

Die Geschichte eines außergewöhnlichen Steins

  • Die ältesten Diamantfunde sind über als 6000 Jahre alt. Sie stammen aus Indien und wurden dort als Talismane getragen. Auch die alten Römer kannten die edlen Steine und schätzten sie sehr.
  • Etwa im Jahr 600 n. Chr. Wurde der erste wertvolle Stein auf Borneo entdeckt. Indien war somit nicht mehr das einzige Land, in dem die Edelsteine geschürft wurden. Die Steine aus Borneo blieben jedoch für den Handel unbedeutend, da der Transportweg in die Handelsstädte zu lang war. Außerdem war die Anzahl der Steine, welche sich im Boden befanden, zu gering. Während dieser Zeit haben die Menschen auch herausgefunden, wie sich die Diamanten bearbeiten lassen. Die Inder haben die Bearbeitung jedoch strikt abgelehnt, da die Edelsteine dadurch angeblich ihre magischen Kräfte einbüßen würden. Der typische Brillantschliff, so wie wir ihn heute kennen, wurde erst im Jahr 1910 entwickelt.
  • Die Diamantminen in Indonesien und Indien waren Mitte des 18. Jahrhunderts allmählich ausgebeutet. So suchten die Menschen nach neuen Vorkommen auf der ganzen Welt. In Brasilien entdeckten die Portugieser schließlich die ersten Edelsteine außerhalb Asiens. Dieser Fund löste einen regelrechten Diamantrausch aus. Im Jahr 1869 wurde dann der erste Stein in Südafrika entdeckt. Bereits ein Jahr später war Südafrika der Hauptlieferant für den weltweiten Handel. 1926 wurden dann auch an der Atlantikküste die ersten Edelsteine geschürft. Erste paar Jahre später wurde der erste Stein vom Meeresgrund geborgen. Der größte Teil der heute gehandelten Diamanten stammt aus Australien.
  • De-Beers, der größte Diamanthändler der Welt, suchte zwischen 2005 und 2007 nach den Edelsteinen im südlichen Afrika. Dazu mietete der Konzern einen riesigen Zeppelin welcher mit speziellen Messgeräten ausgerüstet, die Diamantenvorkommen ans Licht bringen sollte.

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