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Welche astronomischen Besonderheiten erwarten uns 2011?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
In diesem Jahr gibt es für Astronomen einige besondere Highlights.

In diesem Jahr gibt es für Astronomen einige besondere Highlights wie mehrere partielle Sonnen- und zwei totale Mondfinsternisse. 
Die Abendsichtbarkeit des Merkur ist im Frühjahr besonders ausgeprägt und es treten zwei besonders helle Kometen auf, die mit einfachen Geräten beobachtet werden können.

Partielle Sonnenfinsternis am 4. Januar:
Konnte von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus kurz nach Sonnenaufgang bei guter Horizontsicht in fast gesamter Länge beobachtet werden. Sogar bei bewölktem Himmel war es wegen des Bedeckungsgrades von 74% bis 81% möglich.

Partielle Sonnenfinsternis am 1. Juni:
Sie findet in den Abendstunden statt, ist aber von Europa (Ausnahme Nordkap, Nordskandinavien) aus nicht zu sehen.

Partielle Sonnenfinsternis am 1. Juli:
Am Vormittag stattfindend, ist auch sie nur in bestimmten Regionen zu sehen: Südliches Eismeer, Südspitze Afrikas und auf einer Linie zwischen Südatlantik, Indischem Ozean und Antarktis.

Partielle Sonnenfinsternis am 25. November:
Beobachtet werden kann sie in den frühen Morgenstunden im Bereich von Antarktis, Südlichem Eismeer, Südspitze Afrikas über Tasmanien und Süd-Neuseeland.

Totale Mondfinsternis am 15. Juli:
Der Vollmond geht an diesem Abend fast zentral durch den Erdschatten und mit einer Dauer von gut 100 Minuten ist sie eine der längsten totalen Mondfinsternisse.
Im deutschsprachigen Raum wird nur die 2. Hälfte dieses Ereignisses ab etwa 22 Uhr sichtbar sein, anders in Australien, Afrika, Europa, Asien (ohne Norden) und Japan.

Totale Mondfinsternis am 10. Dezember:
Nur teilweise von Deutschland aus sichtbar. Je weiter östlich man ist, desdo eher kann man sie zwischen dem frühen Nachmittag und dem frühen Abend sehen.
Weltweit zu beobachten ist sie im Pazifikraum, Australien, Nordamerika, der Arktis, Europa und Asien.

Die Abendsichtbarkeit des Merkurs:
Die beste Zeit zur Beobachtung: Ab Mitte März; kurz nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont.
Mit Jupiter bildet er zu dieser Zeit ein Zweiergestirn, die Helligkeit Jupiters ermöglicht die Sichtbarkeit Merkurs mit bloßem Auge.

Komet C/2010 X1 Elenin:
Erst am 10. 12. 2010 entdeckt, kann er in besonderer Helligkeit ab Ende September/Anfang Oktober bis weit in den Dezember morgens im Osten beobachtet werden.

Komet C/2009 P1 Garradd:
Für einen längeren Zeitraum am Nachthimmel zu sehen, erreicht er seine größte Helligkeit zwischen Oktober 2011 und März 2012. Seine bis dahin erreichte Größe macht ihn ab Februar 2012 leicht sichtbar.

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