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Wie belichtet man Fotos richtig?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Belichtung von Fotos eine komplexe Angelegenheit ist.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Belichtung von Fotos eine komplexe Angelegenheit ist, bei der zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssen. Durch die Berücksichtigung bestimmter Grundprinzipien kann jedoch vermieden werden, dass die Belichtung des Bildes inakzeptabel ist. Die Kenntnis dieser fotografischen Grundlagen ermöglicht auch interessante Experimente und so manchen eindrucksvollen Effekt. 

Die Belichtung wird von drei Faktoren gesteuert. Lichtempfindlichkeit, Blendenöffnung und Belichtungsdauer entscheiden im Zusammenspiel über die Belichtung des Bildsensors beziehungsweise des Films. Unabhängig davon, ob es sich um eine analoge oder digitale Kamera handelt, kann die Steuerung dieser Einstellungen entweder zu einer angemessenen Belichtung, oder aber zu einer unerwünschten Unter- beziehungsweise Überbelichtung führen. Auch wenn der Automatikmodus analoger wie digitaler Kameras weniger versierten Fotografen diese Entscheidungen abnimmt, erleichtert es die Kenntnis dieser Mechanismen, Bilder korrekt zu belichten.

  • Sind Lichtempfindlichkeit, Blende und Belichtungsdauer dem Gegenstand angemessen, so führen nur grobe Fehlbedienungen zu unbrauchbaren Ergebnissen. 
  • Ein typisches Beispiel hierfür wären etwa Aufnahmen gegen das Licht. Unter Umständen können dabei interessante Effekte entstehen. 
  • Eine ausgewogene Belichtung aller Bildbereiche wird jedoch unmöglich.

Lichtempfindlichkeit

  1. Je nach der verfügbaren Lichtmenge muss als erste Entscheidung die Lichtempfindlichkeit des Sensors bzw. des Films gewählt werden. 
  2. Je höher diese Empfindlichkeit, die in ISO oder ASA Zahlen angeben wird ist, desto geringer ist die Menge des erforderlichen Lichts. 
  3. Ist die Empfindlichkeit sehr hoch, so entstehen unerwünschte Nebeneffekte. 
  4. Für helle Tageslichtaufnahmen eignet sich ein Wert von ISO 100. In einem dunklen Live-Club kann eine Zahl von 800 erforderlich sein.


Blendenöffnung

  1. Je nach Qualität des verwendeten Objektivs können verschiedene Blendenzahlen gewählt werden. 
  2. Je geringer die Zahl der Blende, desto mehr Licht fällt auf den Sensor/Film. Sehr geringe Blendenzahlen führen das Problem einer geringen Schärfentiefe mit sich, was insbesondere bei nahe gelegenen Objekten die Fokussierung erschwert. 
  3. In der Regel bringen die mittleren Blenden die besten Ergebnisse. (Blende 8 ist für gewöhnlich ein guter Richtwert)


Belichtungsdauer

  1. In Abhängigkeit von den ersten beiden Werten lässt sich die korrekte Belichtungsdauer ausmessen. 
  2. Das Ergebnis dieser Messungen bestimmt die korrekte Belichtungsdauer. 
  3. Je kürzer die Belichtungszeit ist, desto einfacher wird es, scharfe Aufnahmen zu erhalten.

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