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Wie fotografiert man den Mond bei Nacht?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Eines der schönsten Fotomotive ist sicher eine Landschaft bei Mondlicht.
Um geeignete Aufnahmen zu bekommen sollte man allerdings einiges beachten, denn bei zu langer Belichtungszeit wird aus dem Trabanten nur ein strahlender Lichtfleck. Die Lichtquelle des Mondes variiert je nach Jahreszeit und natürlich je nach Größe des Mondes. Auch die Höhe über dem Horizont spielt eine Rolle. Ist die Farbe der Mondscheibe im Winter gelblich und intensiv hell, so ist sie im Frühling und Spätsommer eher bläulich und fahl. Witterungsbedingungen kommen noch hinzu. Die besten Aufnahmen erhält man in den Übergangsjahrzeiten und im Winter. Weniger gut werden die Aufnahmen im Hochsommer, da die Dämmerung einen großen Teil der Nacht einnimmt und der Dunst sein übriges tut. Anders als bei der Sonne, kann man beim Mond immer direkte Gegenlichtaufnahmen machen. Man kann den Lichtkörper also mit ins Bild einbeziehen.

  • Aber zuerst sei gesagt, daß man nicht dem Irrtum erliegen sollte, eine Nachtautomatikfunktion der Kamera würde schon für die richtigen Einstellungen sorgen. 
  • Diese ist lediglich für Objekte gedacht, welche schlecht beleuchtet sind und als Ergebnis erhält man meist einen komplett schwarzen Hintergrund mit einem winzigen Leuchtfleck. 
  • Der zweite Irrtum ist meist, daß man denkt man bräuchte eine lange Belichtungszeit. 
  • Das führt zu demselben Ergebnis wie eben beschrieben.

  1. Man sollte den größten Zoom ausfahren oder zur Hand nehmen, der einem zur Verfügung steht. Mindestens 210-300mm sollten es sein. Je mehr, desto besser. 
  2. Fotografiert wird im manuellen Modus, alternativ in der Blendenautomatik um die Verschlusszeit der Kamera manuell steuern zu können. 
  3. ISO Einstellungen lässt man auf einem niedrigen Wert z.B. ISO100. Da durch die Größe des Objektives schon geringste Erschütterungen ausreichen um zu verwackeln, empfiehlt es sich von einem stabilen Stativ aus mit Fern- oder Selbstauslöser zu fotografieren. Dabei erreicht man meist die besten Ergebnisse.
  4. Die Belichtungszeit. Da man ein Objekt fotografieren möchte, das sehr hell leuchtet ist eine kurze Verschlusszeit wichtig. Sehr kurz. Z.B. 1/100 Sekunde. Auch 1/500 Sekunde bringt sehr gute Ergebnisse bei der Mondfotografie. Autofokus wird nicht empfohlen. 
  5. Nicht vergessen: mehrere Versuche mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen ausprobieren!
  6. Kleiner Tip! Der halbvolle Mond wirkt am interessantesten. Da die Kraterwände seitlich von der Sonne angestrahlt werden, zeichen diese sich effektvoller ab als bei der direkten Beleuchtung der vollen Mondscheibe.
  7. In den allermeisten Fällen macht eine Nacharbeitung Sinn. Diese gibt dem Bild noch den letzten Kick.

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