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Wie fotografiert man spannende Nahaufnahmen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Nahaufnahmen bilden das Fotomotiv in einem Maßstab von 1:10 oder größer auf dem Film ab.

Nahaufnahmen bilden das Fotomotiv in einem Maßstab von 1:10 oder größer auf dem Film ab. Folglich wird das Motiv größer als das Original sein. Daher muss der Abstand des Objektivs zum Motiv (Naheinstellungsgrenze) bei vorgegebener Brennweite relativ klein sein. Für Objektive die weniger als die Naheinstellungsgrenze entfernt sind, ist die Scharfstellung ohne speziellem Nahaufnahmezubehörs nicht einstellbar.

  • keine Schatten durch sich oder die Kamera auf das Objekt werfen
  • bei nichtbeweglichen Motiven den Selbstauslöser benutzen 
  • bei beweglichen Motiven den Fernauslösers benutzen 
  • Schatten von seitlichen Lichtquellen für eine bessere Raumdarstellung des Motivs benutzen.

  • Zur Ausrüstung gehört eine Digitalkamera mit Einstellung für Nahaufnahmen. Im Automatikmodus ist die Einstellungsgrenze ziemlich groß. Diese liegt zwischen 0 – 5 cm. 
  • Je größer das Motiv, desto näher muss man dem Objektiv sein. 
  • Es empfiehlt sich, den Modus auf Makrobetrieb umzustellen. Dieses geschieht durch das Moduswählrad oder durch die Option aus dem Einstellungsmenü. 
  • Um bessere Ergebnisse zu erzielen, sollte ein Stativ einsetzen. Dieses hilft Verwacklungen zu vermeiden und die Fotos werden viel schärfer.

  1. Falls kein Stativ zur Verfügung steht, muss eine hohe Lichtempfindlichkeit (ISO) gewählt werden. 
  2. Um verwackelte Fotos zu vermeiden, sollte man auf ISO 400 bei normalem Tageslicht zurückgreifen. 
  3. Ein höherer ISO-Wert hat eine kurze Verschlusszeit als Folge. Der Kameraverschluss regelt die Dauer der Sensorbelichtung. 
  4. Eine Sensorbelichtung geschieht nur bei offenem Verschluss. Um Bewegungen einzufrieren sind kurze Verschlusszeiten und für einen verschwommenen Effekt längere Verschlusszeiten empfohlen. 
  5. Falls ein Stativ verwendet wird, sind niedrige ISO-Werte besser. Feine Strukturen werden perfekt aufgefangen und Bildrauschen verhindert.
  6. Falls die Kamera über ein Bildstabilisator verfügt, kann man den im Makromodus einsetzen, um eine zusätzliche Bildschärfe zu erhalten. 
  7. Die Bildauflösung kann jedoch später am PC verändert werden, um gewisse Ausschnitte zu vergrößern. 
  8. Im Falle der manuellen Belichtungskorrektur („Exposure“) muss der Fotograf selbst entscheiden, welcher Teil des Motivs im Vorder- oder Hintergrund rückt.


Um eine zusätzliche Bildvergrößerung zu erhalten, kann die Kamera mit unterschiedlichen Aufsätzen ausgestattet werden. Benötigt wird ein Schraubgewinde oder ein Bajonettverschluss am Objektiv. Man unterscheidet:

  • Nahlinsen: Werden ins Filtergewinde eingeschraubt und sind in unterschiedlicher Stärke (in Dioptrien gemessen) erhältlich. Die Brennweite lässt sich als Kehrwert der Dioptrien ausrechnen. Die Qualität des Bildes leidet allerdings, weil durch eine Linse starke Bildfehler entstehen können. 
  • Zwischenringe: Man demontiert das Kameraobjektiv, befestigt den Zwischenring an der Kamera und montiert das Objektiv wieder. Wenn die gewünschte Bildschärfe noch nicht erreicht ist, kann man den Vorgang wiederholen.
  • Makroobjektiv: Bei der Benutzung eines Makroobjektivs bleiben Kameraautomatiken erhalten, die Brennweite reduziert sich und die Qualität des Bildes leidet nicht.

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