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Wie gefährlich ist Fallschirmspringen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
"Das gefährlichste am Fallschirmspringen ist die Autofahrt zum Flugplatz".

Der Traum der grenzenlosen Freiheit der Lüfte oder ein Todessturz? Wenn es ums Fallschirmspringen geht, bekommen viele weiche Knie. Wer aber den Sprung sorgfältig vorbereitet, ist sehr sicher. Ein beliebter Spruch unter Fallschirmspringern lautet: "Das gefährlichste am Fallschirmspringen ist die Autofahrt zum Flugplatz".

  • Ist der Schirm nicht richtig gepackt, kann es später Probleme beim Öffnen geben. Ein unkontrollierter Absturz droht. Führen Sie daher den Ausrüstungscheck sehr gewissenhaft durch.
  • Bei Gruppensprüngen kann es zu einer Kollision in der Luft kommen. Achten Sie daher auf genügend Abstand zu ihrem Vorgänger.
  • Jeder kann einmal ein Blackout haben oder in der Luft ohnmächtig werden. Verwenden Sie daher eine Ausrüstung mit automatischem Öffnungsgerät. Dieses sorgt auch in diesem Fall für eine sanfte Landung.
  • Die wohl gefährlichste Form des Fallschirmspringens ist das Base Jumping, der Sprung von einer Klippe oder einem der höchsten Gebäude der Welt.

  • Flache Schuhe ohne Profil
  • Sportkleidung
  • Fallschirm
  • Sprung-Ausrüstung (Sprungbrille, Helm, Overall, Höhenmesser und Packband)
  • Eine ordentliche Portion Mut und eine noch größere Portion Risikobewusstsein

  1. Der Ausrüstungscheck: Überprüfen Sie Tragegurte, Schulterklappen, Steuerschlaufe, Griffe und Co. 
  2. Ab ins Flugzeug: Es dauert etwa 10 bis 25 Minuten, bis die Absprunghöhe erreicht ist. Schnallen Sie sich beim Start der Maschine an, falls es zu Komplikationen kommt. Sie haben in der Luft noch genügend Zeit sich abzuschnallen und auf den Absprung vorzubereiten.
  3. Der Absprung: Führen Sie einen letzten Check durch, ob alle Griffe der Ausrüstung an der richtigen Stelle sind. Springen Sie erst, wenn das an der Türe das grüne Licht leuchtet. Lassen Sie bei Gruppensprüngen mindestens acht Sekunden Abstand zu Ihrem Vorgänger.
  4. Der freie Fall: Genießen Sie den freien Fall. In einer Höhe zwischen 700 und 1500m wird der Schirm geöffnet. Sollte dies nicht klappen, kann der Hauptschirm abgetrennt und der Reserveschirm geöffnet werden. Ein an den Höhenmesser gekoppeltes Öffnungsgerät sorgt dafür, dass dies ab einer Höhe von etwa 230m automatisch passiert.
  5. Die Schirmfahrt und Landung: Vom Öffnen des Schirms bis zur Landung dauert es etwa 5 Minuten. Mit zwei Leinen können Sie den Schirm steuern. Es ist wichtig gegen den Wind zu landen. 
  6. Zur Orientierung gibt es auf den Sprungplätzen Windsäcke. Wer nicht aufmerksam ist, dem droht eine unsanfte Landung in einer Baumkrone oder eine Kollision mit einem anderen Springer. 
  7. Die Schirmfahrt ist der kritischste Moment eines Fallschirmsprungs. Hier passieren am meisten Unfälle.

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