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Wie macht man den Privatpilotenschein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Privatpilotenschein - Privatpiloten dürfen im Gegensatz zu Berufspiloten nicht im gewerblichen Luftverkehr fliegen, müssen aber dennoch einige Prüfungen...

Privatpilotenschein - Privatpiloten dürfen im Gegensatz zu Berufspiloten nicht im gewerblichen Luftverkehr fliegen, müssen aber dennoch einige Prüfungen ablegen und bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Dinge die benötigt werden

  • Will man eine Ausbildung zum Privatpiloten absolvieren, muss ein Mindestalter von 16 Jahren erreicht sein, um mit der Ausbildung zu beginnen. 
  • Die Lizenz als Privatpilot wird ab einem Alter von 17 Jahren ausgestellt. 
  • Ein Fliegerarzt muss dem Flugschüler vor Beginn der Flugausbildung die medizinische Flugtauglichkeit der Klasse zwei bescheinigen. Dieses Attest ist nach dem Tag der Ausstellung 60 Monate gültig und muss immer wieder erneuert werden. 
  • Die Flugausbildung als Privatpilot dauert mindestens 35 Zeitstunden, diese sollten auch eingeplant werden. 
  • Wie bei jeder anderen Ausbildung gilt auch hier, je älter die Ausbildung begonnen wird, desto mehr Flugstunden müssen eingeplant werden. Als kleine Faustregel gilt, vorgeschriebene Anzahl an Flugstunden + Alter - 15.

  1. Als erster Schritt bei der Qualifizierung zum Privatpiloten, gilt es die theoretische Prüfung zu bestehen. Zuvor müssen 90 Unterrichtsstunden absolviert werden, die sieben verschiedene Sachgebiete umfassen. 
  2. Oftmals wird diese theoretische Ausbildung in den Wintermonaten den Flugschülern angeboten. 
  3. Diese sieben Sachgebiete beinhalten Grundkenntnisse in der Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Luftverkehrs- und Flugsicherungsvorschriften, das Verhalten in Gefahrensituationen, technische Kenntnisse in der Luftfahrttechnik und die Beurteilung des menschlichen Leistungsvermögens. 
  4. Nach dem Absolvieren der vorgeschriebenen Unterrichtsstunden wird von einem Prüfer der Luftfahrtbehörde die theoretische Flugprüfung abgenommen. 
  5.  Diese besteht aus einem Fragenkatalog, aus diesem 75 Prozent der Fragen richtig beantwortet werden müssen. Wird dieses Ergebnis erreicht, ist die theoretische Prüfung bestanden.
  6. Das Ziel der praktischen Flugprüfung besteht im Ablegen der Berechtigung des Berechtigungsscheines JAR-FCL. 
  7. In diesem sind die Regeln festgehalten, unter welchen Voraussetzungen man Privatpilot werden und auch bleiben kann. 
  8. Der Berechtigungsschein JAR-FCL ist in ganz Europa gültig. 
  9. Gleichzeitig wird in der praktischen Flugprüfung die Berechtigung zum Durchführen kontrollierter Sichtflüge abgelegt. 
  10. Da die Ausbildung zum Privatpilot eine Ausbildung zum Sichtflugflieger bedeutet, muss jeder Privatpilot die Berechtigung zum Durchführen kontrollierter Sichtflüge besitzen. 
  11. Gleichzeitig sollte jeder Flugschüler bestrebt sein, während der praktischen Flugausbildung die Nachtflugqualifikation mit abzulegen. 
  12. Dieser Befähigungsnachweis muss für Nachtflüge vorhanden sein und kann bei der praktischen Flugausbildung in den Herbst- und Wintermonaten sofort mit abgelegt werden.

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