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Wie macht man gelungene Portraitfotos?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Ein gutes Portraitfoto zu erstellen, bedeutet dass sowohl der Fotograf als auch das Modell...

Ein gutes Portraitfoto zu erstellen, bedeutet dass sowohl der Fotograf als auch das Modell viel Zeit und viel Geduld mitbringen sollten. Gerade als Amateur steht man vor der Aufgabe lebendige Reflexe in das Gesicht zu zaubern sowie den richtigen – den Einen – Augenblick zu erfassen. Meist erhält man nach den ersten Shootings noch unbewegte oder unruhige „Plattgesichter“. Das muß aber nicht für immer so sein, wenn man regelmäßig übt und sich einige wenige Tipps zu Herzen:

Das Licht

  1. Ess gibt einen großen Unterschied zwischen dem Fotografieren im Freien oder geschlossenen Räumen. Die Beleuchtung sollte immer so gewählt werden, dass keine unschönen Spiegelungen auf der Haut oder der Brille auftreten.
  2. Wenn man im Freien arbeitet, sollten Sie sich ein schattiges Plätzchen für die Portraitaufnahme suchen, da hier das Licht viel gleichmäßiger und weicher ist. Im grellen Sonnenlicht erscheinen die Personen meist bleich und hart. 
  3. Auch in geschlossenen Räumen ist eine gleichmäßige Ausleuchtung wichtig. Die Arbeit mit dem Blitz ist dabei meist unausweichlich. Richten Sie den Blitz nicht direkt auf das Gesicht – auch hierdurch entsteht wieder der Effekt des „Plattgesichts“. 
  4. Besser ist es einen guten Blitz mit Diffusor zu benutzen. Auch über indirekte Blitze und einen 2.ten über den Slave-Adapter gesteuerten Blitz kann man wunderschöne Effekte erzielen. Hat man diese Möglichkeiten nicht, hilft es den Blitz z.B. auf die Decke oder eine reflektierende andere Fläche zu richten. 
  5. Eventuell eine oder mehrere andere Beleuchtungsquelle von hinten oder seitlich auf das Gesicht richten (aber bitte keine Baustrahler – die machen hartes gelbes Licht). Hierzu dann eventuell noch die Blitzleistung drosseln. Damit wird das Gesicht lebendig von allen Seiten ausgeleuchtet.


Die Schärfe

  1. Die Schärfe bei Portraits muß immer auf mindestens einem Auge liegen, da sonst das komplette Bild für den Betrachter unscharf erscheint. 
  2. Dabei sollte aber in den meisten Fällen trotzdem noch ein minimaler Weichzeichner benutzt werden, damit keine messerscharfen Abbildungen aller Falten und Poren entstehen.


Die Brennweite, Blende und Schärfeebene

  1. Es empfiehlt sich größere Blende (4 bis 6) zu benutzen. Hierdurch wird das Gesicht scharf gezeichnet während der Hintergrund unscharf wirkt. 
  2. Leichte Objektive zwischen 85 und 135 mm haben eine geringere Tiefenschärfe als Weitwinkel-Objektive und heben so das Gesicht besser hervor. 
  3. Aber bitte beachten Sie: lange Brennweiten drücken Gesichter während kurze Gesichter spitzer erscheinen lassen. Sie sollten also auch je nach Modell die passende Brennweite wählen


Der Hintergrund

  1. Der Hintergrund sollte mit dem Gesicht und der Farbe harmonieren, nicht überladen oder unruhig sein. 
  2. Ebenfalls sollte er nicht zu nah an der Person und nicht überstrahlend sein. Je nach Farben wirken Hauttöne anders. 


Die Pose

  1. Versuchen sie verschiedene Posen – je nachdem erscheint er Gesicht anders. 
  2. Grundsätzlich aber gilt: leicht von oben und seitlich fotografiert macht schlank.

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