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Wie setzt man einen Bootsanker?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Ein schöner Ausflug mit dem Segelboot oder Motorboot ist immer eine gelungene Abwechslung.

Ein schöner Ausflug mit dem Segelboot oder Motorboot ist immer eine gelungene Abwechslung um sich von dem stressigen Alltag zu erholen. Aber bevor man auf Reisen geht sollte man auch genau überprüfen ob alle notwendigen Zubehörteile mit an Bord sind. Denn wenn der Ausflug länger andauern soll, müssen ja unterwegs auch einige kleine Pausen eingelegt werden. Und in diesem Fall ist ein Bootsanker unverzichtbar. Natürlich müssen auch hier einige grundlegende Hinweise beachtet werden, damit das Boot am nächsten morgen noch an Ort und Stelle ist.

Bitte beachten

  • Bevor es überhaupt richtig losgehen kann, muss vorab sichergestellt werden dass auch das Ankergeschirr mit an Bord ist. 
  • So nennt man die komplette Ausrüstung für das Ankern. Diese besteht aus drei wichtigen Teilen, der Anker, die Ankerkette und der Ankerschäkel.

Den Bootsanker setzen - Anleitung

  1. Als nächstes gilt es, den richtigen Ankerplatz zu finden, dabei müssen Sie einige Dinge berücksichtigen. 
  2. Zu aller erst sollten Sie die Wasserströmung, die Windverhältnisse, die Wassertiefe, die Örtlichkeit und den Ankergrund kontrollieren. 
  3. Der Ankerplatz sollte auch von allen Seiten gut sichtbar sein, wenig Widerstand bieten und andere Verkehrsteilnehmer nicht behindern. 
  4. An manche Stellen herrscht auch Ankerverbot, darauf sollten Sie unbedingt achten, sonst könnte Ihnen eine hohe Strafe ins Haus flattern. 
  5. Grundsätzlich ankert man nur bei ablandigem Wind. Hierbei müssen Sie immer darauf achten das sich der Wind auch drehen kann. 
  6. Bei auflandigem Wind nimmt die Wassertiefe ab und die Grundberührung stark zu. In diesem Fall sollten Sie den Anker nicht anlegen, da hierbei die Ankerkette zu stark belastet wird und im schlimmsten Fall aus der Verankerung herausreißt. 
  7. Das Ankern ist auch nur dann möglich, wenn die Wassertiefe in Bezug auf die Ankerkette lang genug ist, daher muss die Ankerkette mindestens fünfmal so lang sein wie die Wassertiefe. 
  8. Auch die Konsistenz des Ankergrundes ist sehr wichtig. Den besten und sichersten Halt geben Sand und Ton. 
  9. Die Seekarte zeigt Ihnen auf welche Beschaffenheit der Ankergrund vorweist. 
  10. Wenn Sie alle der aufgelisteten Kriterien beachtet haben, dann können Sie denn Anker fallen lassen, nicht werfen. 
  11. Dabei wird der Anker langsam über den Grund gezogen und gräbt sich mit der Flunke in den Boden ein. Die Flunke ist ein schaufelförmiger Teil am Anker. 
  12. Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, muss nach dem Ankerfall das Ankerlicht oder der Ankerball gesetzt werden.

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