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Wie spannt man eine Fahrradkette nach?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Bei Fahrrädern mit Nabenschaltung muss die Kette regelmäßig kontrolliert und gespannt werden.

Gerade bei Kopfsteinpflaster ist bei manchen Rädern ein Geräusch besonders auffällig: Die Fahrradkette schlackert lautstark gegen den Kettenschutz. Grund dafür ist eine zu schwache Vorspannung der Kette. Bei Fahrrädern mit Nabenschaltung muss die Kette regelmäßig kontrolliert und gespannt werden, um Verschleiß zu verringern. Das ist nicht weiter schwer.

  • Damit das Fahrrad nach dem Nachspannen der Kette sicher fährt, muss auf ein paar Punkte geachtet werden. 
  • Das Hinterrad muss gerade verschoben werden und darf nicht schleifen. Vorher sollte geprüft werden, ob die Kette überdehnt ist. 
  • Dazu drückt man sie mit einem Schraubenzieher vom Kettenblatt weg. Wenn die Zähne ganz zu sehen sind, sollte sie gewechselt werden. 
  • Nach der Arbeit müssen alle Schrauben auf festen Sitz geprüft werden. Eventuell vorhandene Felgenbremsen müssen eingestellt werden, genauso wie manche Nabenschaltungen neu justiert werden müssen.

  • Bei den meisten Rädern mit Nabenschaltung wird die Spannung der Kette eingestellt, indem das Hinterrad im Ausfallende verschoben wird. 
  • Dafür reicht meist ein 13er-Schlüssel. Am Besten geht die Arbeit an einem trockenen und ebenen Ort. 
  • Zusätzlich ist auch eine robuste Fußmatte oder eine Zeitung hilfreich. 
  • Arbeitshandschuhe schützen vor Verletzungen. Bei Fragen zur Schaltung hilft auch die Montageanleitung des Fahrrads weiter.

  1. Erster Schritt: Die Fußmatte oder die Zeitung wird an der Arbeitsfläche ausgelegt. Dann dreht man das Fahrrad um und stellt es mit Lenker und Sattel darauf. Diese hält Griffe und Sattel schön sauber.
  2. Zweiter Schritt: Mit dem Schraubenschlüssel werden die Muttern links und rechts an der Hinterachse soweit gelöst, dass das Hinterrad nach hinten verschoben werden kann. Sie müssen nicht komplett von der Achse runter. 
  3. Dritter Schritt: Das Hinterrad wird soweit verschoben, bis sich die Kette nach oben und unten 1,5 bis zwei Zentimeter anheben lässt. Manchmal sperren sich die sogenannten Drehmomentstützen, Unterlegscheiben mit Nase, ein wenig. Sie lassen sich meist gut mit einem Schraubenzieher lockern.
  4. Vierter Schritt: Wenn die Spannung passt, werden die Muttern wieder festgezogen. Optimalerweise mit einem Drehmomentschlüssel, der auf die Werte eingestellt ist, die der Herstellers vorgibt. Am Besten wird zuerst die Mutter an der Seite der Kette angezogen und - während das Hinterrad ausgerichtet wird - die zweite Mutter.

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