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Woher kommen unsere Weihnachtsbäume?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Rund 2,7 Millionen Haushalte kaufen pro Jahr zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum.

Jährlich schmücken Nordmanntannen, Blaufichten oder Föhren die heimischen Wohnzimmer und kreiieren nicht zuletzt durch ihren Duft das allseits beliebte weihnachtliche Flair von Wärme und Zufriedenheit - die Rede ist natürlich von unseren Christbäumen. Rund 2,7 Millionen Haushalte kaufen pro Jahr zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum. Die Ansprüche sind dabei meist sehr hoch: perfekt gewachsen, gerade, dicht und vor allem grün sollen die Bäume sein. Selten stellt sich unsereins jedoch beim Kauf am Adventsmarkt die Frage: wie und von wem diese eigentlich produziert worden sind? Hier sollen die Aufgaben jener Menschen etwas genauer beleuchtet werden, die dafür verantwortlich sind, dass sich so viele von uns an Heiligabend an ihren Christbäumen erfreuen können.

Baumarten:

Nordmanntanne:

Die Nordmanntanne ist einer der nachgefragtesten Christbäume in Österreich. Charakteristisch sind ihre dunkelgrünen, intensiv duftenden Nadeln (die nicht stechen) und sich lange am Baum halten.

 

Blaufichte:

Die Blaufichte hat kurze, stachelige Nadeln - duftet jedoch sehr stark und bringt ein Stück Wald in die eigenen vier Wände. Fichten sind in Österreich die traditionellen Weihnachtsbäume und werden gerne auch so geschmückt. Fichten können auch als Lebendbaum verwendet werden.

 

Korktanne:

Korktannen haben kurze, nicht stechende Nadeln und einen eigenen Duft, da sie nach Zitrone riechen.

 

Silber- und Coloradotannen:

Diese Tannenart stellt den schönsten Christbaum dar, verfügt über weiche, dichte und lange Nadeln und ist meist gerade gewachsen. Ihre Qualität äußert sich jedoch auch im Preis, der eher im hochpreisigen Segment anzusetzen ist.

Hinter der Produktion stehen die Chrstbaum-Bauern:

15px;">Christbäume und die Plantagen auf denen sie gezogen werden brauchen über das Jahr verteilt durchgehende Pflege. Dafür verantwortlich sind die Christbaum-Bauern die ihre Bäume von der Aussaat bis zum Verkauf am Weihnachtsmarkt zwischen sechs bis zehn Jahren versorgen. Nicht nur die Grundpflege der Bäume gehört dabei zu ihren Aufgaben, da die Christbäume meist nicht so wachsen wie sie die Kunden auch nachfragen. Aus diesem Grund muss jeder Baum speziell herangezogen werden und wird bei Fehlstellung korrigiert, ausgegeizt und geschützt.

 

Besonders ausschlaggebend für die Entwicklung der Christbäume ist dabei ihr Standort und das Pflanzen der passenden Baumart an eben richtiger Stelle. Um den Baum auch umfassend zu schützen, müssen die Christbaum-Bauern Zäune aufziehen gegen den mögichen Wildverbiss, Vogelstäbe gegen das Abknicken der Triebe einsetzen und den Baum gegen Unkraut und Pilzkrankheiten rüsten. Für diese Gewährleistung benötigen sie spezielle Bodenuntersuchungen. 
Österreich zählt in der Christbaumproduktion trotz des Einsatzes von Düngemitteln etc. auf Grund der regionalen Strukturen und der schonenden Produktionsweise, zu den umweltfreundlichsten Produktionsländern. Pro Christbaum-Bauer werden meist nur ca. 3 ha Land bewirtet, was im Vergleich zu ausländischen Monokulturen mit meist mehreren hundert ha Land sehr wenig ist.


Besonderer Vorteil ist dabei der kurze Transportweg innerhalb Österreichs, der den Christbaum-Bauern eine gewisse Flexibilität gewährt in Bezug auf den Zeitpunkt des Schneidens der Bäume (in Österreich meist ab Mitte November). Bis zum 24. Dezember kann man sich in gewissen Plantagen selbst seinen Baum schlagen und direkt mit nach Hauser nehmen.
Klimatische Veränderungen (Hitze-oder Kälteperioden),  Umweltverschmutzung sowie auch Unwetter, können den Bäumen und somit auch der Existenz der Christbaumbauern sehr gefährlich werden.
Es gibt auch die besonders nachhaltige Variante sich einen Lebendbaum zu pflanzen, kaufen oder sogar für die Feiertage zu mieten und danach wieder abzugeben.

 

Kaufpreise:

Die Kaufpreise der Christbäume variieren je nach Anbieter und Jahr meist ein wenig, liegen aber bei Tannen bei einem Meterpreis von 10 bis 35 Euro und bei Fichten zwischen 7 und 14 Euro.

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