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Zeitumstellung verstehen? - Darum geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Die zeitumstellung hat eine alte Tradition, soll in der heutigen Zeit aber beim Stromsparen helfen.

Bereites 1784 wurde die Zeitumstellung vorgeschlagen. Der Sinn dabei war es, den hohen Kerzenverbrauch zu senken. In Deutschland gab es auch bereits im ersten Weltkrieg eine Sommerzeit, um so den Verbrauch an Kohlen zu senken. Danach gab es Jahre, ohne dass die Uhr umgestellt wurde.

Einige Facts zur Zeitumstellung

  • Das Umstellen der Uhr bringt viele Menschen durcheinander. Zum einen stellt sich immer wieder die Frage, ob die Uhren nun vor oder zurück gestellt werden, zum anderen kommt leider sehr häufig der Biorhythmus durcheinander.
  • Die Zeitumstellung bleibt aber jedes Jahr gleich. Am jedem letzten Sonntag im März werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, an jedem letzten Sonntag im Oktober werden Sie wieder eine Stunde zurückgedreht. 
  • Seit 1980 ist diese Regelung der Zeitumstellung auch in Deutschland gültig. Der Sinn dahinter ist die Energieersparnis. Aufgrund der Zeitumstellung kann das Tageslicht besser und sinnvoller genutz werden, wodurch schließlich Energie gespart werden kann, da in den Haushalten weniger Licht angeschaltet werden muss.
  • Allerdings wurde nicht so viel Energie wie erhofft gespart. Zwar ist es in den Sommermonaten abends länger hell, und das Licht wird erst später eingeschaltet, dafür sind die Morgenstunden im Frühjahr aber dunkel und kalt, sodass das eingesparte Licht durch einen höheren Verbrauch an Heizkosten nicht gesenkt werden kann.
  • Allerdings wirkt sich die Zeitumstellung auch auf den Menschen persönlich aus. Sehr oft wird der Biorhythmus gestört, es kommt zu Schlafstörungen, Kopfweh und allgemeiner Antriebslosigkeit. Besonders schlimm sind die Folgen dann, wenn die Uhren im März eine Stunde vorgestellt werden, und man somit eine Stunde weniger Schlaf zur Verfügung hat.
  • Vor vielen jahren hatte die Zeitunstellung wirklich noch einen Sinn. Je nach Jahreszeit hatten die Bauern bei der Feldarbeit mehr Licht, was sich positiv auf deren Arbeit und somit die Ernte ausgewirkt hat. Das Prinzip der Stromersparnis, welches mit der Zeitumstellung bezweckt werden soll, ging jedoch nicht planmäßig auf, denn in den Anfangsmonaten eines Jahres sind die Morgenstunden dunkel und viel zu kalt, sodass mehr Energie für Heizkosten verbraucht wird, als sich beim Auslassen von Licht einsparen lässt.
  • Generell könnte man die Zeitumstellung einfach weglassen, was zudem auch schon besprochen, aber noch nicht durchgesetzt worden ist. Fakt ist jedoch, dass man wesentlich mehr Tageslicht hat, was sich dauerhaft gut auf das Allgemeinbefinden auswirken kann. Somit hat die Sommerzeit zwar keinen energiesparenden Effekt, sehr wohl aber einen gewissen Wohlfühlfaktor.
  • Der eigentliche Grund, den die Zeitumstellung hatte, nämlich Energiekosten zu sparen, hat sich zwar nicht bewahrheitet, dennoch ist aktuell nicht in Sicht, dass die Umstellung der Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit und umgekehrt wieder abgeschafft werden soll.
  • Aufstehen muss man dafür aber nicht mitten in der Nacht. Wer wenigsten in der Nacht der Umstellung noch einmal ausschlafen möchte, sollte sich die Uhr bereits vor dem zu Bett gehen umstellen.

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