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Letztes Update am 01.04.2015, 12:33
Kürbiskernöl und eine große Vielfalt an Weinen machen die Steiermark zur Genussregion.

Die „grüne Mark“ Österreichs ist weltweit wegen ihrer kulinarischen Besonderheiten bekannt. Dort gibt es edle Tropfen der verschiedensten Art. Eine bodenständige Jause mitten in der wunderbaren steirischen Landschaft, eine große Schüssel Käferbohnensalat und dazu ein edler Tropfen aus den heimischen Weinbergen, bevor es zum Vanilleeisbecher geht. Was beim Hauptgang wie auch beim Dessert nicht fehlen darf: Kürbiskernöl.

Das grüne Gold

30 bis 35 Kürbisse werden für einen Liter des schmackhaften Kernöles benötigt, nach durchschnittlich acht Wochen werden die Kerne von den sogenannten „Ölmüllern“ gepresst. Das Kürbiskernöl steht weltweit zweifelsfrei für die klassische, österreichische Küche. Köche von Hongkong bis New York reißen sich buchstäblich um das spezielle Öl mit dem nussigen Geschmack. Die Beliebtheit des Öls reicht mittlerweile so weit, dass sich daraus für einige Steirer ein richtiges „Kerngeschäft“ entwickelt hat.

 

„In Taiwan haben wir seit November einen Vertriebspartner, heuer wollen wir unser Produkt in China und Japan anbieten“, sagt der weststeirische Unternehmer Christoph Kovacic, der mit „Styrian-Drop“ („Steirischer Tropfen“) bereits über 100.000 Flaschen mit zehn Millilitern Kernöl in Asien verkauft hat. Wer sich auch für den Alltag mit dem edlen Öl versorgen möchte, der sollte beim Kauf unbedingt auf das Siegel mit der Aufschrift „geschützte geografische Angabe“ achten. Denn weil das steirische Gut eben kein Ladenhüter ist, tauchen immer wieder gefälschte und mit Lebensmittelfarbe Grün gefärbte Öle am Markt auf.

Weltweiter Weinexport

Rund 4.200 Hektar Weinbaufläche finden sich nach Angaben der Marktgemeinschaft Steirischer Wein in der Steiermark. Alleine im Jahr 2012 wurden hier 213.000 Hektoliter Wein produziert. Was momentan nach einer eindrucksvollen Zahl klingt, findet aber auf jeden Fall genügend Abnehmer. Viele Jahre lang bestimmte die Sorte Welschriesling, mit seinem feinen und fruchtigen Geschmack, die steirische Weinlandschaft. Etwa 1,8 Prozent der Anbaufläche widmen sich dieser Traube. Nach und nach holt in der grünen Mark aber auch der Sauvignon Blanc mit 13,2 Prozent der Anbaufläche nach. im österreichischen Vergleich liegt der steirische Wein deutlich über dem Exportdurchschnitt, mit rund 126 Millionen Euro werden enorme Umsätze mit den edlen Tropfen verdient. Vertreten sind die Weine in 30 Ländern weltweit: „Deutschland ist eines der wichtigsten Weinexportländer für uns, dann kommen Belgien, Schweiz, aber auch in Amerika, in rund 14 Bundesstaaten bekommen sie den steirischen Wein“, weiß Gerhard Wolmuth, Vorsitzender des steirischen Weinhandels.

 

Aus kulinarischer Sicht hat die Steiermark also einiges zu bieten. Umso verlockender scheint eine Reise durch idyllische Landschaften mit anschließender Einkehr in eine „Buschenschank“. Bieten die dortigen Winzer und Ölmüller ihre Spezialitäten an, so sollte man sich als Urlauber auf jeden Fall einige Schlucke der edlen Tropfen - ob rot, weiß oder grün - gönnen.

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