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Geschlechtsumwandlung - Wie geht ein solcher Eingriff von statten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Einige Menschen empfinden im falschen Körper geboren zu sein.

Warum macht man eine Geschlehctsumwandlung? Einige Menschen können sich mit ihrem Geschlecht gar nicht oder zumindest nicht vollständig identifizieren. Sie beschreiben das oft mit "im falschen Körper geboren". Da dies oft psychische Probleme nach sich zieht und die Lebensqualität dieser Menschen erheblich beeinträchtigt, gibt es seit geraumer Zeit Maßnahmen, die die Geschlechtsmerkmale verändern können.

Kurios:

  • In Kuba sind Geschlechtsumwandlungen kostenlos.
  • Auch bei manchen Tieren, wie bestimmten Fischen, sind Geschlechtsumwandlungen möglich.
  • Es können auch doppeltgeschlechtliche Wesen entstehen (Zwitter).

Geschlechtsumwandlung - Das wird gemacht

  1. Nachdem der Betroffene zahlreiche Psychologen besucht hat, die ein Gutachten über die Situation des Patienten erstellen, beginnt eine Geschlechtsumwandlung meistens mit der Einnahme von Hormonen. Dies erfolgt meist über Tabletten und hat bei einem Mann, der zu einer Frau werden will, zum Beispiel das Wachsen einer Brust und das Ausbleiben des Bartwuchses zur Folge. 
  2. Vorteilhaft ist es, wenn mit dieser Behandlung bereits vor der Pubertät eines Jungen begonnen wird, denn so können sich keine markanten, männlichen Züge bilden, der Stimmenbruch wird verhindert und der Betroffene bekommt eine weibliche Figur. 
  3. Bei Frauen, die zu einem Mann werden wollen, bewirken die Hormone das Einsetzen des Bartwuchses und ähnliche markante Züge eines Mannes. Auch hier kann bereits im Kindesalter begonnen werden, um zum Beispiel einen Stimmenbruch hervor zu rufen oder das Wachstum der Brust zu verhindern. 
  4. Nachdem die Betroffenen dann durch die Hormone optisch eine Frau bzw. ein Mann geworden sind, gehen viele dann den Schritt, um diese Prozedur zu komplettieren - die geschlechtsangleichende Operation.
  5. Bei Frauen, die zu einem Mann werden wollen, werden die Brustdrüsen entfernt und es bleibt eine männliche Brust zurück. Der Zeitraum und das Ergebnis dieser Maßnahme wird durch die Anfangsgröße der Brust stark beeinflusst. So können mehrere Operationen nötig sein, die in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr durchgeführt werden.
  6. Durch das erhöhte Krebsrisiko das auf die Einnahme von geschlechtsspezifischen Hormonen zurückzuführen ist, wird außerdem empfohlen, die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernen zu lassen.
  7. Als beste Methode, einen Penis zu Formen, wird die Latissimus-dorsi-Plastik genannt. Hier wird aus dem größten Rückenmuskel ein Penis geformt, der voll funktionsfähig ist, dem echten Penis sehr nahe kommt und auch von der Größe her nicht auffällig ist. 
  8. Bei Männern, die zu einer Frau werden wollen, wird in manchen Fällen eine operative Vergrößerung der Brust vorgenommen, wenn die Hormone nur zu kleinen Brüsten geführt haben.
  9. Bei der Geschlechtsumwandlung werden lediglich die Harnröhre (gekürzt), Teile der Eichel (als eine lustempfindliche Klitoris) und die Penishaut (zur Auskleidung des Innenbereichs) genutzt. Aus dem Hodensack werden die Schamlippen geformt.
  10. Die Techniken haben sich bis heute so weit verbessert, dass manche durchführende Chirurgen bereits von Routineeingriffe sprechen und die Ergebnisse kaum noch vom Original zu unterscheiden sind.

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