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Sperma einfrieren - Wie funktioniert das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Die Kryokonservierung - speziell für Personen mit bislang unerfülltem Kinderwunsch.

Das Verfahren der Kryokonservierung ist eine speziell für Personen mit bislang unerfülltem Kinderwunsch entwickelte Methode zur Erhöhung der Haltbarkeit von Spermien. Zudem können sich auch Menschen mit ein zukünftigen Wunsch nach Nachwuchs die Fruchtbarkeit durch diese Prozedur sichern, da bekannterweise mit dem Alterungsprozess des Mannes auch seine Spermienqualität sinkt.

  • In besonderen Fällen wie beispielsweise drohender Unfruchtbarkeit bei einer bevorstehenden Krebstherapie übernimmt in der Regel die Krankenkasse die Kosten für die Kryostase. 
  • Im Normalfall hingegen belaufen sich die Kosten um die 400 Euro für die Untersuchung und das Einfrieren. 
  • Die Lagerung der Spermaproben liegt dann ebenfalls pro Halbjahr noch einmal bei ungefähr 200 Euro.
  • Mehr Infos zum Thema "künstliche Befruchtung - Chancen und Riskien" findest du hier.

  1. Nach einer vorausgehenden körperlichen Untersuchung mit Blutabnahme in einer Samenbank, auch Kryobank genannt, wird der Mann in einen separaten Raum gebeten, um in einen Behälter zu ejakulieren. 
  2. Im Anschluss werden die Spermien bakteriell und virulogisch untersucht, in einen sogenannten Straws (kleine strohhalmdicke Plastikröhrchen) gefüllt und dann bei minus 196 Grad Celsius im Kryobehälter eingefroren. Diese durchaus niedrigen Temperaturen werden durch die Zugabe von flüssigem Stickstoff erreicht.
  3. Die Plastikröhrchen sind an beiden Seiten fest verschlossen und mit einem eindeutigen Zahlencode versehen, um Verwechslungen auszuschließen. 
  4. In Einzelfällen kann eine mehrmalige Ejakulatsabgabe von Nöten sein, wobei eine Karenzzeit von vier Tagen dazwischen liegen sollte und eine gute Samenqualität zu gewährleisten.
  5. Die eingelagerten Spermin sind mitunter bis zu dreissig Jahre einsatzbereit und abrufbar.

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