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Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Großes Misstrauen endet schon mal in einem Vaterschaftstest.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass eine Mutter sich in der Regel 100 % sicher darüber sein kann, dass ein Kind ihr Kind ist. Der Vater muss sich dagegen mehr oder weniger auf das Wort der Mutter verlassen. Ein Vertrauen, das oft nicht aufgebracht wirde, aus welchem Grund auch immer. Und ein derartiges Misstrauen endet dann schon mal in einem Vaterschaftstest. Manchmal wird ein Vaterschaftstest auch von einer Mutter beauftragt, wenn der mutmaßliche Vater die Vaterschaft nicht anerkennt.

  • Wichtig ist, wer vor hat, die Vaterschaft an einem Kind anzuzweifeln, darf keinen heimlichen Vaterschaftstest machen. 
  • Wenn er sich heimlich oder ohne Einverständnis der Mutter oder der erziehungsberechtigten Person DNA-Material des Kindes besorgt und untersuchen lässt, macht sich sogar strafbar und kann angezeigt werden. 
  • Ein minderjähriges Kind muss nicht gefragt werden, wohl aber die Person, die das Sorgerecht für das Kind hat. 
  • Sollte diese Person nicht zustimmen, kann vor Gericht ein Vaterschaftsfeststellungsverfahren beantragt werden. Das Gericht erwirkt dann das Einverständnis der Erziehungsberechtigten per Gerichtsbeschluss.

Kurios:

  • Und dann zeigt sich oft, wie grundlos misstrauisch viele Männer doch sind. Denn in vier von fünf Fällen ist der Mann, der seine Vaterschaft angezweifelt hat und einen Vaterschaftstest verlangt, ja manchmal sogar eingeklagt hat, der leibliche Vater.

  1. Einen Vaterschaftstest in der Apotheke besorgen. Der besteht aus Wattetupfern, die zur Speichelprobe-Entnahme dienen. 
  2. Dann muss von allen Beteiligten, zumindest aber vom Vater und dem Kind, von einer unabhängigen Person, (das kann der Arzt oder auch der Apotheker sein) Speichelproben mit Hilfe des Watteteststäbchens aus diesem Test an der Wangenschleimhaut entnommen werden. 
  3. Diese Probe wird zu dem Gen-Labor geschickt, von dem der erworbene Vaterschaftstest ist. 
  4. Im Labor wird die DNA an den jeweiligen Teststäbchen vermehrt, ein DNA-Profil von jeder Probe erstellt und danach verglichen. Wenn eine ausreichende Anzahl an Genen übereinstimmt, steht die Vaterschaft fest. Wenn nicht, ist die Vaterschaft ausgeschlossen. 
  5. Der Befund wird innerhalb weniger Tage erstellt und wird dem Auftraggeber zugeschickt.

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