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Wie verhält man sich nach einem One-Night-Stand?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Zur Vermeidung eines unschönen Abschlusses einer schönen Nacht sind folgende Erklärungen hilfreich.

Nach einem befriedigten Seufzer oder nach dem Erwachen dringt langsam die Frage in das – hoffentlich wohlige - Bewusstsein: Was jetzt? Ob die Begegnung mit dem nächtlichen Spielgefährten am Morgen nach dem One-Night-Stand problemlos verläuft, hängt vor allem vom beiderseitigen Verhalten und den beiderseitigen Erwartungen ab.

Zur Vermeidung eines unschönen Abschlusses einer schönen Nacht ist die Klärung folgender Punkte hilfreich:

  • Was will ich?
  • Was will das Gegenüber?
  • Wollen beide das gleiche?

Als kontraproduktiv erweisen sich folgende Reaktionen:

  • verschämtes Schweigen
  • übertriebenes Reden
  • fehlendes Zuhören
  • vermeidbare Unhöflichkeit
  • überfallsartige Liebesbezeugungen

Ein einmaliges Erlebnis: 

  1. Bleibt eine einmalig leidenschaftliche Nacht einvernehmlich einmalig, reicht eine freundliche Verabschiedung oft aus, ein gemeinsames Frühstück ist eine nette Draufgabe. 
  2. Lässt sich der Partner andere Erwartungen anmerken, kommt man um eine höfliche Klärung der Situation ohne unnötige Verletzungen, aber auch ohne unwahre Versprechungen, nicht umhin. 
  3. Wer sich wortlos aus dem Staub macht oder wortreich, aber grob und taktlos, aus der Affäre ziehen will, zerstört eine schöne Erinnerung - und oft mehr.

Neuinszenierung nach gelungener Uraufführung:

  1. Der klassische One-Night-Stand kennt keine Wiederholung, es bleibt, im Wortsinn, beim einmaligen Erlebnis. 
  2. Eine Wiederaufnahme verlangt nach einer Änderung der Spielregeln. 
  3. Auch hier ist, abgesehen vom beiderseitigen Einverständnis, eine – möglichst klare und eindeutige – Formulierung der Wünsche notwendig. 
  4. Wer Zärtlichkeiten austauschen konnte, sollte auch Wörter austauschen können. 
  5. Emotionslose, nüchterne Formulierungen, die einem Geschäftsabschluss ähneln, führen allerdings selten zum Erfolg, der Wunsch nach Unverbindlichkeit kann auch liebenswürdig und vor allem stil- und humorvoll zum Ausdruck gebracht werden. 

„Doch oft hat sich wirklich einer verliebt. . .

  1. Amors Pfeil hat ins Schwarze getroffen, wie aber lässt sich das offenbaren? Überraschende Verliebtheit ist eine pikante Situation, in der sowohl Schweigen als auch Reden zu noch Peinlichkeiten führen kann. 
  2. Diskrete Hinweise können eine beschämende Zurückweisung verhindern, sind aber oft entweder zu dezent oder berühren das Gegenüber peinlich. 
  3. Leidenschaftliche Liebesbeteuerungen können auf offene Ohren und auch auf ein offenes Herz stoßen - oder aber den Empfänger auch wortreich in die Flucht schlagen. 
  4. Der, aus Ehrlichkeit und Fingerspitzengefühl erbaute, Weg aus einem One-Night-stand in eine dauerhafte Beziehung ist jedoch nicht unmöglich, denn schon Henrik Ibsen sagte: „Das hat man doch nicht in seiner Macht, in wen man sich verliebt“.

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