Foto: Shutterstock.com

Der Gitarrenverstärker-Markt im Blickpunkt (inkl. Tipps zum Verstärker-Kauf)

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Der Verstärkermarkt bei Gitarren ist enorm unübersichtlich.

Ein Gitarrenverstärker intensiviert den Klang einer Gitarre und soll auch wesentlich zur Klangbildung dieser Beitragen. Ein Verstärker ist sozusagen Teil des Instruments selbst und deshalb für Musiker enorm wichtig.

 

Der Verstärkermarkt selbst erweist sich für viele Einsteiger als äußerst unübersichtlich. In den letzten Jahren hat sich einiges getan und die unterschiede bei den Modellen sind zum Teil enorm. Mittlerweile gibt es auch sehr viel für das Wohnzimmer.

 

Empfehlenswert sind hier die sogenannten Einsteiger-Kombos (Digitalkombos). Mit USB-Interface und verschiedensten Effekten ausgestattet kann man so die ganze Welt der Verstärker und deren Effekte wunderbar kennenlernen.

Der Röhrenverstärker-Markt:

Im Bereich Röhrenverstärker ist momentan vor allem im schwachen Frequenzbereich eine starke Entwicklung festzustellen. Gemeint ist das Segment zwischen 0,1 und etwa 10 Watt. Diese klingen logischerweise nicht ganz so wie 'die Großen', haben aber ihre Vorteile und sind momentan äußerst beliebt. Bühnen für Musiker werden leider immer kleiner. Hier empfehlen sich Amps im Bereich 15-30 Watt. Diese haben sich für Live stark durchgesetzt. Wichtig ist den Konsumenten, dass die Geräte klein und transportabel sind. Für Bands mit Schlagzeuger empfiehlt sich ein Gerät im Bereich 50-Watt-Vollröhre und mehr. Da sollte schon Druck dahinter sein; letztlich hängt das aber natürlich von Musikrichtung und eigenen Geschmack ab.

Die Preisrange für Einsteiger:

Ein kleiner Verstärker für daheim sollte, damit er wirklich langfristig Spaß macht, schon etwa 300-500 Euro kosten. Für 200-250 Euro gibt es brauchbare Digitalverstärker. Alles was darunter liegt, ist meistens zum Ausprobieren und Herumtüfteln empfehlenswert.

Features für Anfänger:

Am Anfang sind klassische Combos wie "clean/verzerrt" empfehlenswert. Aktuelle Verstärker sind oft schon recht vielseitig und bieten von leicht grungigem Sound bis 'richtig Stoff' eine breite Range. Perfekt zum Ausprobieren und Kennenlernen der eigenen Vorlieben.

Pre-Amps und Digitalverstärker: Kein echter Trend bei Zusatzfeatures

Entgegen vieler Annahmen ist kein echter Trend im Hinblick auf allerlei Zusatz-Schnickschnack, wie Sounds zum Downloaden oder iPhone-Steuerung in Sicht. Die meisten Einsteiger mögen es einfach - sie wollen schlicht und einfach Gitarre spielen. Für nützliche Zusatzfunktionen und Gadgets hat man natürlich immer gerne ein Auge offen; allerdings sollte vor allem für Einsteiger bei der Auswahl gelten: keep it clean and simple.

 

Bei Anfänger-Kombos ist der gute alte Effektkasten übrigens meist integriert. Nach einer Weile des Spielens kommt dann häufig das Bedürfniss auf, das Modell zu wechseln und verschiedene Effektkästen einzeln daneben stehen zu haben. Mit jedem dieser Effektkästen kann man spezielle Effekte erzielen und auch der Optik-Faktor spielt bei diesem Wunsch eine Rolle.

Was ist bei der Beratung im Laden wichtig?

Jeder Verzerrer klingt bei jedem Amp und jeder Gitarre anders. Daher ist es enorm wichtig, dass man sich beim Kauf eines Verstärkers über die eigenen musikalischen Anforderungen bewusst ist und diese auch klar kommunizieren kann. Man kann hier schon ziemlich viel falsch machen. Deshalb: Intensiv ausprobieren (mit der eigenen Gitarre), dem Fachmann Feedback geben und auf Basis dessen eine fundierte Kaufentscheidung treffen. Viele lesen in Foren etc. von angeblich guter Qualität eines bestimmten Modells. Solche Pauschalaussagen sind Quatsch, da es enorm viele Faktoren zu beachten sind. Diese sind bei jedem Musiker und jeder Gitarre völlig unterschiedlich.

Die Produktklassiker:

Ist man auf der Suche nach Klassikern für das eigenen Equipment, bei denen man nicht viel falsch macht, so ist hinsichtlich Vertärkerpedalen sicherlich das OCD-Pedal von Fulltone zu empfehlen. Dieses hat bisher so gut wie alles geschlagen und ist bei vielen Gitarristen sehr beliebt. Es ist eine universelle Waffe und erfreut sich in den Läden immer guter Absatzzahlen.

 

Ein weiterer Klassiker ist der Ditto-Looper von TC. Dieser ist 'easy to use' und kommt mit einem einzigen Druckknopf aus, mit dem sich jeder Gitarrist selbst loopen kann. Auch dieses Gerät ist momentan sehr angesagt und für Anfänger definitiv interessant.

Kommentare