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Welche Musik fördert die Konzentration?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Musik kann sowohl zu einer ablenkung als auch zu einer Unterstützung der Konzentration werden.

Ob Musik hören zu einer Ablenkung oder zu einer Unterstützung der Konzentration wird, hängt von der Art der Musik, dem eigenen Musikgeschmack und den Umständen ab, unter denen man Musik hört.

Zweifellos wären Beethoven und Mozart - wenn sie noch leben würden - heutzutage ebenso Ehrendoktoren von namhaften Musik-Colleges wie es Rockmusiker sind. Die Frage von Musikforschern, welche Art der Musik Konzentration fördert, wurde lange Zeit einhellig mit "Klassische Musik" beantwortet. In neuerer Zeit hat man aber festgestellt, dass moderne und insbesondere Rockmusik ebenfalls die Konzentration fördern kann und unter bestimmten Bedingungen die kognitiven Fähigkeiten verbessert.

Veröffentlichungen wie die von Frances Rauscher, University of Wisconsin, in der Zeitschrift "Nature" befassten sich bereits seit 1993 mit Themen wie "Music and spatial task performance". Man konnte unter anderem nachweisen, dass zehn Minuten Musik hören vor der Lösung einer Aufgabe eine Auswirkung auf die kognitiven Fähigkeiten hatte. Da man die Effekte aber nicht wissenschaftlich erklären konnte, gab es immer Zweifler. Vor allem die Musik-Dauer-Berieselung während der Arbeit wurde eher als einlullend als die Konzentration fördernd angesehen.

  • Verschiedenen Forschungen zu Folge dienen vor allem Klassik und Rockmusik unter bestimmten Bedingungen der Konzentrationsförderung. 
  • Der so genannte "Mozart-Effekt", der zunächst nur für die Musik von Mozart galt, kann auch auf die Musik anderer klassischer Komponisten und die Rockmusik angewendet werden. 
  • Man braucht nur eine entsprechende CD und eine Musikanlage, um ihn auszukosten. 
  • Als Gefahrenmoment ist jedoch anzusehen, dass Ablenkung relativ leicht geschieht, weil man sich bei zu großem Gefallen mehr auf die Musik als auf die Sache konzentriert, mit der man gerade beschäftigt ist.

  1. Neuropsychologen der Glasgow Caledonian University machten die Probe auf's Exempel, indem sie klassische und Rockmusiker einluden. 
  2. Alle geladenen Versuchspersonen verrichteten einfache Konzentrationsübungen am PC-Bildschirm und hörten dabei klassische oder Rock-Musik. 
  3. Man stellte fest, dass der Musikgeschmack ein augenscheinlich wichtigerer Faktor war als die Musik selbst. 
  4. Dennoch wurde auch festgestellt dass Musik, die man mag, die Konzentration unter bestimmten Bedingungen fördern kann. 
  5. Für den Einzelnen bedeutet das: Er darf selber herausfinden, welche Musik ihn einlullt und welche ihn mit Energie auflädt, zu größerer Konzentration befähigt und bei der Arbeit inspiriert, ohne ihn abzulenken.

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