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Welche Musik unterstützt die Lernfähigkeit?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Musik regt Nerven und Sinne an, sie kann unterschiedlichste Emotionen und Reaktionen erzeugen.

Musik regt Nerven und Sinne an, sie kann unterschiedlichste Emotionen und Reaktionen beim Menschen erzeugen. Musik kann anregen oder beruhigen. Es ist zum Beispiel bekannt, dass das Hören von hartem Rock und ähnlichen Sounds beim Autofahren eher zum schnelleren Fahren verleiten. Dagegen kann eine ruhige Hintergrundmusik in Stresssituationen entspannen. Dass Musik auch positiv oder negativ auf die menschliche Auffassungsbereitschaft beim Lernen wirken kann, verwundert somit nicht. Eine Reihe von Untersuchungen über die Wirkung von Musik auf das Lernverhalten bestätigt das.

  • Unter dem Einfluss ruhiger und leiser Musik im Hintergrund kann die allgemeine Aufnahmefähigkeit gesteigert werden. 
  • Einerseits wirkt die Musik positiv auf das Gesamtbefinden, Umgebung und Tätigkeiten werden entspannter wahrgenommen. 
  • Nerven und Muskulatur entspannen bei entsprechender Musik. 
  • Damit steigt auch die Aufnahmebereitschaft gegenüber anderen neuen Eindrücken. 
  • Eben eine solche Grundstimmung wird für optimales Lernen als positive Voraussetzung angesehen.

Musik die beim Lernen hilft

  • Die Betonung liegt allerdings auf einer ruhigen, leisen Musikkulisse. Harte, laute, erregende Musik wird eher ablenken als der Konzentration dienlich sein. 
  • Der Lernende wird hier unbewusst in einen Erregungszustand versetzt, öffnet sich nur noch der Musik und ist für andere Dinge kaum zugänglich. 
  • Ebenso sollte vermieden werden, beim Lernen Musik über Kopfhörer gehört zu werden. Hier kommt die Musik zu direkt an, die Lautstärke ist nicht im Hintergrund zu halten und andere normale Raumgeräusche werden völlig übertönt. 
  • Auch wenn Jugendliche es vielleicht nicht so sehr begrüßen werden, ist klassische, getragene, sehr ruhige Musik die ideale Hintergrunduntermalung zum Lernen. 
  • Werden Kinder bereits im frühen Alter auch an solche musikalischen Erlebnisse herangeführt, werden sie sie später als Lernunterstützung auch nicht ablehnen. 
  • Als ideal werden Musikstücke benannt, die in der Minute mit 56 bis zu 64 Schlägen bestimmt werden. Das kommt dem menschlichen Herzschlag zu Zeiten einer ruhigen Phase nahe. 
  • Unbewusst stimmt sich der Lernende auf diesen Rhythmus ein und gewinnt dabei ein entspanntes Gefühl, das die Aufnahme vom Lehrstoff erleichtert. 
  • Wer für sich selbst oder seine Kinder Musikkulissen als Verbesserung der Lernatmosphäre einsetzen will, sollte wissen, dass dies erst über längere Zeiträume der Gewöhnung vonstatten geht. 
  • Einmal Musik hören, damit morgen die Arbeit gut ausfällt, ist gewiss nicht optimal.

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