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Wie bereitet man seinen Körper aufs Singen vor?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Wer gut in Form ist, hat grundsätzlich bessere Voraussetzungen zum Singen.

Ob jemand ein "Goldkehlchen" ist, liegt durchaus nicht nur an der Kehle! Der Zustand von Bauch- und Rückenmuskeln, Zwerchfell, Lunge und Herz entscheidet mit darüber, ob ein Sänger Höchstleistungen erbringen kann, denn Singen ist körperliche Arbeit und verlangt dem Körper einiges ab. Wer gut in Form ist, hat grundsätzlich bessere Voraussetzungen zum Singen. 
Sportarten wie Gymnastik oder Laufen regen die Durchblutung aller Organe an, vergrößern die Lungen, wärmen auf und machen geschmeidig. Sie sind auch als Vorbereitung aufs Singen gut geeignet. Schädlich wäre es aber, sich vor einem Auftritt total zu verausgaben oder bei großer Kälte oder trockener Hitze zu trainieren.

  • Vor dem Singen sind üppige und schwer verdauliche Mahlzeiten nicht zu empfehlen, da ein voller Magen sowohl die Atmung als auch die Durchblutung so beeinflusst, dass der Gesang beeinträchtigt wird. 
  • Reichlich Wasser ohne Kohlensäure tut dem Körper und der Stimme dagegen immer gut.

  1. Arme nach oben strecken, Oberkörper dehnen. Arme seitlich in die Waagerechte senken, Oberkörper abwechselnd nach links und rechts drehen. Oberkörper beugen, Arme nach unten strecken, Oberkörper langsam Wirbel für Wirbel wieder aufrichten.
  2. Kopf langsam und vorsichtig nach links und rechts drehen.
  3. Schultern kreisen lassen, vor- und rückwärts, gleichzeitig, abwechselnd und gegenläufig.
  4. Abwechselnd Knie hochziehen.
  5. Einatmen ist ein Reflex, passiert garantiert immer und braucht nicht trainiert zu werden. Was durch Übungen vertieft und verlängert werden kann und sollte, ist das Ausatmen: Je mehr verbrauchte Luft ausgestoßen wird, desto mehr frische Luft kann mit dem nächsten Atemzug aufgenommen werden.
  6. Atemübung - In gemäßigtem Tempo umher gehen und dabei so lange wie möglich ausatmen. Dabei Geräusche wie fff oder sch machen. Zählen, wie viele Schritte lang das Ausatmen dauert. Eine Hand auf den Bauch unterhalb des Nabels legen und überprüfen, ob sich beim Einatmen der Bauch füllt und nicht etwa nur die Brust. Beim nächsten Mal mindestens einen Schritt länger zum Ausatmen brauchen. 
  7. Als letztes wird die Stimme aufgewärmt.
  8. Übung: - Eine halbe Tonleiter aufwärts und wieder abwärts singen mit verschiedenen Vokalen und Konsonanten, z. B. lalala, lelele, lilili, lololo, lululu mamama, mememe, mimimi, momomo, mumumu dadada, dedede, dididi,dododo, dududu ...
  9. Die Tonleiter kann auch nach oben oder unten transponiert werden.

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