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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Wie man eine E-Gitarre antestet.

Viele Gitarristen, die im Musikladen auf der Suche nach einer neuen E-Gitarre sind, zeigen sich bei der Suche nach dem richtigen Modell etwas überfordert. Kein Wunder; die Auswahl ist enorm und viele verschiedene Angebote buhlen heutzutage um die Gunst des Käufers.

 

Daher wollen wir in diesem Beitrag kurz auf die wichtigsten Tipps eingehen, die es beim Testen der Gitarre im Laden zu beachten gibt.

Optik und Klang:

Zunächst einmal spielt die Optik durchaus eine Rolle. Schon im Vorhinein sollte man prüfen, ob einem Form und Aussehen der Gitarre optisch zusagen. Außerdem sind natürlich die Art der Tonabnehmer, Tremolo-System und Saitenwirbel Faktoren, die zu den eigenen Vorlieben passen sollten.

 

Am wichtigsten ist bei einer E-Gitarre, genauso wie bei Akustik- oder Western-Modellen, der Klang. Als erstes sollte das Holz selbst getestet werden. Hier kommt es auf die Schwingung an, also wie das Instrument resoniert. Auch die Tonabnehmer einer E-Gitarre nehmen nämlich nichts anderes auf, als Schwingungen.

Das Testen der Gitarre:

Zunächst sollten also beim Testen ca. 3 offene Akkorde (offenes A, offenes E etc.) gespielt werden. Hier muss darauf geachtet werden, dass der Akkord ordentlich ausschwingen kann. Das Ganze sollte zunächst unverstärkt durchgeführt werden. Zu Beginn irgendwelche Powerchords zu Testzwecken zu spielen macht hingegen wenig Sinn. Ebenso ist es kontraproduktiv jede Gitarre stundenlang zu testen. Probiere lieber einige Modelle kurz aus, die dir zusagen könnten.

 

Achte außerdem darauf, dass du beim Testen verschiedener Gitarren natürlich immer die gleiche Akkord-Abfolge spielen solltest. Nur so hast du den direkten Vergleich. Wähle eine Abfolge, die du dir gut merken kannst.

Unterschiede zwischen Modellen einer Serie:

Viele verlangen, nachdem sie sich für ein konkretes Modell entschieden haben, ein Produkt aus dem Lager. Das ist nur bedingt sinvoll, denn auch zwischen Modellen aus der gleichen Serie können puncto Klang und Handhabung unglaubliche Unterschiede auftreten. Da kann Modell A schon mal viel schwerer sein, ganz anders klingen und viel mehr resonieren als - das am Papier eigentlich identische - Modell B.

Saiten: Am besten Vorsorgen

Was erst zum Schluss eine Rolle spielt sind Faktoren, wie die Saitenlage oder die Optik der Tonabnehmer. Das sind Elemente, die man nachträglich einstellen kann und muss. Wie gesagt sollte am wichtigsten immer der Klang des Instruments selbst sein.

 

Vor allem für ungeübtere Musiker empfiehlt es sich übrigens, beim Kauf gleich ausreichend viele Saiten mit anzuschaffen. Zu Beginn agiert man vermehrt unkontrolliert und da reißt gerne mal die hohe E-Saite... Das trübt den Spielspaß, vor allem wenn das nächste Musikhaus nicht in unmittelbarer Umgebung liegt. Deshalb gilt: lieber Vorsorgen. Generell ist es ratsam, die Saiten etwa 1x pro Monat regelmäßig zu tauschen.

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