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Wie produziert man eigene Beats?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Viele wollen sich einmal als Musikporouzent versuchen. Hier ein paar Tipps dazu.

  • PC (ab ca. 1 GHz Taktfrequenz, 512 MB RAM)
  • Soundkarte (am besten 24bit/96kHz-Sound), für den Anfang reicht On-Board-Sound
  • MIDI-Keyboard (optional)
  • Studio-Monitore
  • Sequencer/DAW. Für den Anfang reicht ein Sharewareprogramm wie Kristal oder Reaper, für höhere Ansprüche gibt es Profi-Software wie Cubase, Ableton Live und Logic
  • MIDI-Instrumente (Software-Synthesizer und -Sampler) und Effekt-Plugins, Samples. Viele sind bei kommerziellen Sequencern bereits enthalten.
  • Audio-Editor (z.B. Audacity)

  1. Sounds und Instrumente: Es hängt vom Musikstil ab, welche Klangerzeuger genutzt werden. Entweder man verwendet MIDI-Instrumente oder Audio-Samples, die dann im DAW/Sequencer zusammengesetzt werden; beide Techniken lassen sich problemlos kombinieren. MIDI-Instrumente sind heute meist Softwareprogramme (es gibt sie aber auch als Hardware) und oft im Sequencer integriert. Mit Synthesizern kann man eigene elektronische Sounds erstellen. Bei Samplern lädt man stattdessen vorgefertigte Sample-Banks in den Speicher, dies ist vor allem für Nachbildungen akustischer Instrumente geeignet. Rohe Audiosamples findet man auf Sample-CDs/DVDs, im Internet oder durch eigene oder fremde Aufnahmen ("samplen"). Mit einem Audio-Editor kann man die Samples nachbearbeiten, beispielsweise Effekte hinzufügen, rückwärts abspielen und die Tonhöhe ändern.
  2. Arrangement im Sequencer erstellen: Der Sequencer organisiert die Struktur der Songs, indem MIDI-Patterns und Samples auf einer Zeitleiste dargestellt und bearbeitet werden. Jeder Song ist in Spuren/Tracks in zwei Kategorien aufgeteilt: Audio-Tracks enthalten Samples, MIDI-Tracks Noten für MIDI-Instrumente. Jeder MIDI-Spur kann man ein beliebiges MIDI-Instrument zuweisen, dieses übernimmt dann die Klangerzeugung. MIDI-Spuren erstellt man zuerst leer, dann füllt man sie mit Patterns, die man in verschiedenen Editoren (Noteneditor, Piano-Roll, Listen- und Drum-Editor) erstellt. Audiospuren füllt man mit Material, indem man die Samples an die Stelle schiebt, wo sie erklingen sollen.
  3. Mixen und Aufnehmen: Ist das Arrangement fertig, soll ein gut klingender Gesamtsound erreicht werden. Mit Effekt-Plugins wird zuerst der Klang für jede Spur einzeln verschönert und verfremdet. Dann muss man die verschiedenen Effekte (wichtig sind Equalizer, Hall und Kompressor/Limiter) und die Lautstärke aller Spuren fein ausbalancieren, damit sie zueinander passen. Wichtig sind gute Lautsprecher (Studio-Monitore) mit einem neutralen Klangbild, HiFi-Boxen verfremden dagegen den Klang oft und sind daher ungeeignet. Eine Kurzanleitung gibt es bei Turtlemusic (http://www.turtlemusic.de/docs/mixguide.pdf). Ist das Ergebnis zufriedenstellend, nimmt man die Spuren auf.
  4. Mastering: Beim letzten Schritt wird die Gesamtaufnahme durch hochwertige Effekte optimiert. Der Vorgang erfordert viel Übung, Anfänger sollten ihn bei Veröffentlichungen einem Studio überlassen.

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