Foto: Shutterstock.com

Die teuersten Städte der Welt - Hier ist leben richtig kostspielig

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Auch in diesem Jahr hat die internationale Unternehmensberatung Mercer die Lebenshaltungskosten der teuersten Städte der Welt unter die Lupe genommen.
Es wurde neuerlich überprüft, wie viel ein Angestellter für Miete, Reisekosten, Essen, Kleidung, Haushaltswaren und Unterhaltung ausgeben muss. Das Ergebnis mag für manche überraschend sein, denn erstmals ist das Leben in einer Stadt in Afrika weltweit am Teuersten.

Das Ranking - teuersten Städte der Welt

Platz 1 - Luanda

Knappe Güter führen zu einer Kostenexplosion. Demnach muss man in Luanda in Angola am tiefsten in die Tasche greifen. Für ein kleines Zweizimmer-Appartement werden dort 6.500 Dollar Monatsmiete fällig. Wohnraum ist hier knapp und erweist sich dadurch als Faktor für eine Kostenexplosion. Zudem muss Angola viele Güter wie Kleidung oder Hardware importieren. Dies verteuert die Produkte und macht sie für viele Menschen unerschwinglich. In vielen Metropolen Afrikas fallen diese Faktoren ins Gewicht und verteuern das Leben massiv.

Auch in Asien ist das Leben teuer

Auch das Leben in Moskau wird sich zusehends unerschwinglicher. Die Mieten in der russischen Hauptstadtmetropole sind zwischenzeitlich in schwindelerregende Höhen geklettert und schlagen mit rund 4.600 Dollar zu Buche. Darüber können auch die niedrigen Spritpreise von rund 1 Dollar nicht hinwegtrösten. Auf Platz 3 der teuersten Städte der Welt landet Tokio mit Mietpreisen von rund 4.300 Dollar für ein kleines Appartement. Hier muss man für eine einfache Tasse Kaffee mit Service rund 7 Dollar auf den Tisch legen.

Dagegen sind die Mieten in der auf Rang 10 rangierenden Stadt Sydney direkt noch als Schnäppchen zu bezeichnen. Ein Appartement dort kann man für etwas über 2.500 Dollar mieten. Allerdings muss man hier für eine Kinokarte (19,62 Dollar) oder einen Liter Wasser (2,15 Dollar) tief in die Tasche greifen. Insbesondere die Kosten für Dinge des täglichen Bedarfs sind in Sydney extrem hoch.

Deutschland bleibt preisstabil und erschwinglich

Diese Studie bescheinigt Deutschen Städten wie München, Frankfurt oder Berlin eine sehr hohe Lebensqualität. Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind nach wie vor in Frankfurt am höchsten, gefolgt von der bayrischen Landeshauptstadt München. Deutschland zeichnet sich durch seine wirtschaftliche Stabilität aus. Deshalb fallen die Preissteigerungen in der BRD nicht so massiv aus.

Die Studie belegt, dass die Kosten zudem in ganz Europa stabil geblieben sind. Lediglich in der Schweiz ist das Leben, trotz sinkender Mieten, teuer. So belegt die Hauptstadt der Eidgenossen, Bern, den 9. Platz der teuersten Städte der Welt. Viele Städte in entfernteren Regionen der Welt mussten in den letzten Jahren dramatische Ereignisse durchleben. Diese ziehen Kosteninflationen für Verbrauchsgüter nach sich, aber auch Währungsschwankungen und eine Volatilität der Mieten.

Weitere Beiträge zum Thema:

Kommentare