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Einbürgen lassen - Wie wird man EU-Staatsbürger?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Eine EU-Staatsbürgerschaft hat viele Vorteile.
Du erhältst dadurch das Wahlrecht, wirst vom sozialen Netz abgesichert und musst dich nie wieder um die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung sorgen.

EU-Bürger wirst du, indem du die Staatsbürgerschaft in einem EU-Mitgliedsland beantragst. Das Verfahren zur Einbürgerung unterscheidet sich dabei von Land zu Land, da die EU-weite Harmonisierung der entsprechenden Gesetze noch nicht abgeschlossen ist. Die folgenden Hinweise gelten für die Einbürgerung in Deutschland.

  • Aufgepasst: Wer Hartz IV beziehungsweise Sozialhilfe bezieht oder eine Straftat verübt, hat bei der Einbürgerung schlechte Karten.

  • Geburtsurkunde
  • Nachweise über Deutschkenntnisse
  • Einkommensnachweise für alle Familienmitglieder
  • Nachweise über Kranken-, Alters- und Pflegeversicherung
  • ein Passfoto
  • gegebenenfalls eine Heiratsurkunde beziehungsweise Scheidungsurteil
  • Für alle fremdsprachige Dokumente benötigst du eine Übersetzung. Auf dem Einbürgerungsamt musst du außerdem einen handschriftlichen Lebenslauf verfassen.

  1. Lebe 8 Jahre legal in Deutschland.
  2. Sorge selbstständig für deinen Lebensunterhalt.
  3. Erlerne die deutsche Sprache. (Mit besonders guten Sprachkenntnissen kannst du bereits nach 6 Jahren die Staatsbürgerschaft beantragen).
  4. Lege den Einbürgerungstest ab. (Die zusätzliche Teilnahme an einem Integrationskurs verkürzt die notwendige Aufenthaltsdauer auf 7 Jahre.)
  5. Beantrage die Staatsbürgerschaft bei der zuständigen Einbürgerungsbehörde. (Kosten: 255 Euro)
  6. Gib deinen alten Pass ab und erkläre den Verlust deiner bisherigen Staatsangehörigkeit.
  7. Lege das Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab.
  8. Wenn du diese Schritte erfolgreich durchgeführt hast, steht deiner Einbürgerung nichts mehr im Weg.

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