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Ökotourismus - Bewusster reisen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Mit dem Billigflieger auf die Insel, dann in die Großanlage einer Hotelkette? Es geht auch anders!

Mit dem Billigflieger auf die Insel, dann in die Großanlage einer Hotelkette, am Strand das importierte Bier und zum Abendessen in die Fast-Food-Filiale. Viele verbringen so ihren Urlaub, aber es geht auch anders! Frische Früchte direkt aus dem Umland des Urlaubsziels schmecken um einiges besser als ein schneller Burger und wer statt mit dem Flugzeug mit Bus, Bahn oder Schiff anreist, sieht mehr von Land und Leuten.

  1. All-Inklusiv-Angebote und Last-Minute-Flüge versprechen in der Regel einen günstigen und bequemen Urlaub. Dabei ist doch eines für die nötige Erholung am wichtigsten: Sich sehr viel Zeit zu nehmen. Dies ist das erste Gebot für eine ökologisch nachhaltige Urlaubsreise.
  2. Eine Bus- oder Zugfahrt von Deutschland nach Spanien dauert natürlich um einiges länger als ein Flug, ist für deinen ökologischen Fußabdruck aber wesentlich besser. Außerdem lernst du so andere Reisende oder Einheimische eher kennen und kannst die umgebende Landschaft auf dich wirken lassen.
  3. Vieles, was in deinem Heimatland gilt, solltest du auch an deinem Reiseziel beachten. Müll muss, wenn möglich, getrennt und darf nirgends liegen gelassen werden. Die großen Meere sind bereits durch Plastik oder Schadstoffe stark verschmutzt und belasten Flora und Fauna im hohen Maße.
  4. Auch in Bezug auf Nahrungsmittel gibt es sehr einfache Regeln zu beachten. Regionales und saisonales Obst und Gemüse sollte immer auf dem Teller landen, ebenso wie heimische Tierprodukte. Das Bio-Siegel ist in vielen Ländern noch nicht so stark etabliert. 
  5. Auf Märkten bieten jedoch viele Bauern selbst geerntete Waren an und besonders in kleineren Orten sind diese noch traditionell angebaut. Fangfrischer Fisch ist am Meer einer Schweinshaxe immer vorzuziehen – es sei denn du verbringt deine Ferienzeit in Bayern.
  6. Viele Urlaubsorte sind sehr stark bebaut und ehemals natürliche bewachsene Gebiete sind für Anlagen und Ferienhäuser gewichen. Einerseits ist es immer vorteilhaft in kleineren und einheimisch geführten Pensionen oder Gästezimmern unterzukommen. 
  7. Viele Hotelanlagen beschäftigen ihre Angestellten zu sehr geringen Löhnen und die Gewinne kommen weniger dem Ort selbst zu Gute als größeren Investoren. 
  8. Allerdings gibt es zunehmend mehr Hotels, die auf eine Symbiose mit den sozialen und natürlichen Gegebenheiten achten. Seriöse Veranstalter erkennst du an dem Siegel „CSRcertified“.

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