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Letztes Update am 25.01.2016, 10:17
Fünf Naturspektakel die Besucher des fünften Kontinents gesehen haben müssen.

„There’s nothing like Australia“. Mit diesem Slogan wirbt das australische Tourismusbüro seit dem Jahr 2010 für die facettenreiche Schönheit des fünften Kontinents. Kängurus, Koalas, Krokodile und unendlich weite Landschaften. All das ist Australien - und noch viel mehr. Laut der Tourismus-Datenbank Autralien-Info.de, traten im Jahr 2014 rund 183.400 Deutsche die große, aber bei sorgfältiger Wahl der Fluglinie auch komfortabel zu überwindende, Reisedistanz nach Australien an, um die Geheimnisse des Landes für sich zu entdecken. Urlaubern, denen ein solches Reiseerlebnis noch bevor steht, seien jene fünf Sehenswürdigkeiten ans Herz gelegt, die bei keinem Australien-Aufenthalt fehlen sollten.

Der heilige Berg

Foto: Stanislav Fosenbauer / Shutterstock.com

Von der UNESCO nicht nur zum Weltnatur-, sondern auch zum Weltkulturerbe erklärt, zählt der Ayers Rock, der in der Sprache der Aborigines Uluru genannt wird, zu den weltweit einzigartigen Sehenswürdigkeiten. Mitten im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark im Northern Territory im Herzen Australiens, erhebt sich der 350 Meter hohe Monolith aus der Erdoberfläche. Besonders geheimnisvoll wirkt der 500 Millionen Jahre alte Uluru durch seine leuchtend rote Farbe, die er durch die intensive Sonneneinstrahlung bekommt. Bei einer Wanderung rund um (nicht auf!) den Ayers Rock können Reisende die Kultur und Lebensweise der Aborigines kennenlernen, entdecken und verstehen lernen, weshalb ihnen der Uluru heilig ist.
Ein weiteres, sehenswertes, UNESCO-Weltkulturerbe vor der australischen Küste ist das Great Barrier Reef. Es liegt vor der Nordostküste und ist mit 2.3  Kilometern das größte Korallenriff der Erde. Das einzigartige Naturwunder zieht jährlich unzählige Taucher und Schnorchler nach Australien. Im Riff, einem Unterwasserparadies, können sie über 1.500 Fischarten, traumhafte Farbenspiele und leuchtende Korallen entdecken.
Südlich des Great Barrier Reefs wartet ein Ort, den die Aborigines nicht ohne Grund Paradies („K’gari“) nennen, auf Besucher: Fraser Island, die mit 1.840 Quadratkilometern größte Sandinsel der Welt. Mit rund 200 Süßwasserseen zählt die Insel zur Heimat unzähliger Süßwasserschildkröten- und Fischarten. Gesäumt von Buschlandschaften und Mangrovensümpfen ist hier ein atemberaubendes Stück Natur zu erleben. Durch die ständigen Meersandablagerungen wächst die Insel sogar stetig.

Kontraste

Vom Inselparadies ins schneebedeckte Gebirge. Es sind auch die Gegensätze, die den Kontinent Australien ausmachen. Etwa sechzig Kilometer westlich von Sydney erheben sich die Blue Mountains. Sie sind umgeben von Eukalyptuswäldern, deren Blätter ätherische Öle verströmen und durch eine besondere Lichtstreuung das blaue Schimmern der Berge bedingen. Die Ureinwohner Australiens haben diesen Gebirgszug schon vor rund 14.000 Jahren bevölkert. Reisende können heute auf deren Spuren wandern und dabei in Felsen eingravierte Zeichnungen sowie faszinierende Malereien aus Holzkohle bewundern.
Der Wave Rock oder das „westaustralische Wunder“, wie diese besondere Felsformation auch genannt wird, sollte ebenso in die Reiseplanung von Australienurlaubern aufgenommen werden. Rund 350 Kilometer von der Stadt Perth entfernt, im Bundesstaat Western Australia, findet sich diese Formation aus Granitgestein. Sie wurde durch Witterungs- und Erosionseinfluss buchstäblich zu einer Gesteinswelle ausgebildet. Der imposante, 65 Hektar große, Granitfelsen überragt die umgebende Ebene um etwa 60 Meter. Aber nicht nur diese gigantische Felswelle ist dort sehenswert: In der unmittelbaren Umgebung befinden sich auch andere beeindruckende Felsformationen wie etwa die 700 Millionen Jahre alte Hippo’s Yawn-Formation, die einem gähnenden Nilpferd ähnelt, oder das Wellengebilde The Humps.


Entscheiden sie sich für Australien, stehen Reisende vor einer Fülle an zu besuchenden, spektakulären Sehenswürdigkeiten. Die gewählte Urlaubsdauer und große Distanzen innerhalb Australiens machen es aber unmöglich, sie alle zu besuchen. Die zuvor beschriebenen fünf Naturschauspiele sollten Touristen in jedem Fall in ihrer Reiseplanung berücksichtigen.