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Wie verhindert man Seekrankheit?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Oft reichen schon einfache Maßnahmen, um dieser gefürchteten Krankheit vorzubeugen.

Unter der sogenannten Seekrankheit (med. Kinetose) versteht man die Reaktion eines Menschen auf eine ansonsten ungewohnte Bewegung - vor allem auf Schiffen. 
So gut wie jeder ist der Seekrankheit, welche mit starker Übelkeit und Erbrechen einher geht, schon einmal zum Opfer gefallen. In 90 Prozent aller Fälle verschwinden die Symptome jedoch spätestens nach nur wenigen Tagen. Und oft reichen schon einfache Maßnahmen, um dieser gefürchteten Krankheit vorzubeugen.

Vermieden werden sollte:

  • ein überfüllter wie auch ein gänzlich leerer Magen
  • der Genuss von Alkohol
  • der Genuss von Koffein und Nikotin
  • der Genuss von Milchprodukten
  • Stress und Angst vor der Seekrankheit
Wissenswert:
  • Auch Fische können seekrank werden!

  • Akupunktur 
  • Akupressur-Band an Hand- oder Fußgelenken 
  • Autogenes Training/Entspannungsübungen
  • Spezialbrille (Apothekenware) 
  • leichte, kohlenhydratreiche und fettarme Ernährung
  • medikamentöse Therapie

  1. Während der Reise empfiehlt es sich -wenn möglich- mit geschlossenen Augen auf dem Rücken zu liegen, zu schlafen (während des Schlafes ist der Gleichgewichtssinn weitestgehend ausgeschaltet), oder über Kopfhörer Musik zu hören. 
  2. Ist dies nicht möglich, so sollte der Kopf aufrecht gehalten werden. Nach vorne beugen oder Bücken sollte vermieden werden.
  3. Der Aufenthalt sollte sich im Mittelteil des Schiffs befinden, entweder nah dem Wasserspiegel oder auf dem Deck. Hier sorgt ggf. Frischluft und die Möglichkeit sich zu bewegen für eine Besserung der Beschwerden.
  4. Im besten Fall sollte sich nicht gegen die Bewegung des Schiffs gelehnt werden. Bewegungen mit den Wellen, sowie der Fixierung eines Punktes am Horizont können hier sehr hilfreich sein. Angenehm ist es des Weiteren oft auch, wenn die Augen geschlossen werden.
  5. Wer sich vor der Reise mit Medikamenten eingedeckt hat, der greift eventuell nochmal zu Kaugummi, Tabletten oder Zäpfchen. Die sogenannten Antiemetika können Übelkeit und Brechreiz entgegenwirken und verhindern. 
  6. Hilfreich auf natürlicher Basis ist auch die Ingwerwurzel. Ingwertee beispielsweise, sorgt hier ebenfalls durch seine antiemetische Wirkung für eine Beruhigung. Ingwer hat jedoch den Nachteil, dass er einen recht starken Eigengeschmack hat, welcher unter Umständen ebenfalls für Übelkeit sorgt. Dies sollte man vorab testen.
  7. Des Weiteren sollte man auf der Reise mehrmals kleine Häppchen zu sich nehmen um die Magensäure zu binden und um dem Magen etwas anzubieten. Mineralwasser sollte reichlich getrunken werden; wenn möglich auch mit Zusätzen von Vitamin C.
  8. Das allerwichtigste ist jedoch, keine Angst vor der Seekrankheit zu haben! Denn auch Angst kann Übelkeit und Erbrechen verursachen. 
  9. Auch Ablenkung und Entspannung können der Schlüssel für eine Traumreise sein.

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