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10 unglaubliche Fakten über das menschliche Gehirn

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Liebe und Hass aktivieren exakt die selben Gehirnregionen.

Verhaltensweisen koordinieren und Sinneseindrücke verarbeiten - das sind die Hauptaufgaben des menschlichen Gehirns. Dabei verarbeitet der Organismus hochkomplexe Informationen, die das Gehirn zu einem unglaublich spannenden und essentiellen Tool des Menschen machen.


Wir haben hier 10 unglaubliche Fakten über das menschliche Gehirn zusammengetragen; einige davon werden dich bestimmt zum Staunen bringen!

10 unglaubliche Gehirn-Fakten

Spannend und kurios zugleich. Hier sind die Facts zum Gehirn:

 

1. Männer haben mehr Gehirnmasse

Bei einem Mann ist das Gehirn im Durchschnitt und bei gleicher Statur um etwa 100 Gramm schwerer. Auch die relativen Größen bestimmter Gehinrareale unterscheiden sich beträchtlich. Wenn du dieses Argument nun bringen willlst, um deiner Freundin klar zu machen, dass du viel klüger bist als sie müssen wir dich leider enttäuschen: Der Gewichtsunterschied hat keinerlei Auswirkungen auf die Intelligenz. Man könnte sogar feststellen, dass Frauen ihr Gehirn viel effizienter nutzen.

 

2. Gehirne sind Energiefresser

Betrachtet man die Masse des Gehirns im Verhältnis zum gesamten Körper fällt auf, dass es nur in etwa 2 Prozent der Gesamtmasse ausmacht. Dennoch benötigt das Gehirn zum Arbeiten 25 Prozent der Glukose im Körper und 20 Prozent des vorhandenen Sauerstoff. Außerdem muss es ständig mit Blut versorgt werden, da es kaum eigene Speicherkapazitäten besitzt. 1200 Liter Blut beliefern das Gehirn pro Tag mit 75 Liter an Sauerstoff.

 

3. Operationen am Gehirn sind völlig schmerzfrei

Das Gehirn hat keine eigenen Schmerzrezeptoren und kann daher keine Schmerzen empfinden. Das heißt auch, dass Eingriffe am Gehirn immer schmerzfrei sind. Anders ist jedoch die Lage, wenn irgendwo anders im Körper Schmerzen verursacht werden. Hier ist die Gehirnaktivität extrem hoch und es wird analysiert, wo der Schmerz lokalisiert wird und was dafür verantwortlich sein könnte.

 

4. Liebe und Hass beunruhigen das Gehirn

Wenn wir Liebe oder Hass fühlen, werden dabei exakt die selben Gehirnareale angesprochen. Neurologisch gesehen gibt es zwischen Liebe und Hass also keinen Unterschied. Beide lösen außerdem für den Organismus beunruhigende Reize aus.

 

5. Gehirne haben ein Witzzentrum

Damit wir etwas lustig finden muss das Gehirn - nach einer Analyse der Information im Sprachzentrum - erst mal abchecken, ob eine Information oder Handlung mit unseren üblichen Vorstellungen zum Thema im Einklang stehen. Ist dies nicht der Fall finden wir etwas amüsant. Du kennst scheinbare ‘Humorkomplettverweigerer’? Manche Leute haben sogar einen geschädigten Frontallappen und verstehen Witze daher schlicht und einfach nicht.

 

6. Im Alter von 22 vollbringt das Gehirn seine Höchstleistung

Studien belegen: Wenn man 22 Jahre jung ist, kann das Gehirn das Maximum seiner Leisutng abrufen. Auch wenn Du etwas älter als 22 bist musst du dir aber (noch) keine Sorgen machen. Steil bergab geht es mit der Erinnerungsleistung erst ab ca. 37 Jahren.

 

7. Gehirnjogging ist Schwachsinn

Es macht sicherlich Spaß; dennoch ist ‘Gehirnjogging’, wie das Aufösen von Kreuzworträtseln, Sudoku oder Denkaufgaben völlig ineffektiv, was die Steigerung der Denkleistung betrifft. Mit Sudoko trainierst du also im Prinzip nur eines: Deine Sudoko-Skills.

 

8. Du bist was du isst

Deine Nahrung hat erhebliche Auswirkungen auf die Leistung des Gehirns. Ideales Gehirnfutter sind zum Beispiel diverse Käsesorten. Diese verbessern durch die Aminosäuren Konzentrationsfähgikeit und Informationsweitergabe. Nüsse machen reaktionsschnell, Spinat und anderes grünes Gemüse schützt vor Stressempfinden.

 

9.  Das Gehirn hat keinen freien Willen

Menschen entscheiden de facto nicht aktiv, was sie in diesem Moment tun wollen. Neuronale Prozesse sind dafür verantwortlich. Bereits 20 Sekunden, bevor wir bewusst eine Handlung durchführen bzw. erst daran denken, lassen sich diesbezügliche Gehirnwellen messen. Zum freien Willen wird in der Wissenschaft eine teils heftige Debatte geführt. Strafrecht oder der Stellenwert von Erziehungsmaßnahmen werden dabei massiv in Frage gestellt.

 

10. Der Belohnungsdrang des Gehirns macht uns Lust auf fettige Speisen

Das Gehirn kann innerhalb von Sekundenbruchteilen den Kaloriengehalt einer bestimmten Speise schätzen. Dazu muss einem nur ein Bild von Essen vor Augen geführt werden. Das hat auch die verstärkte Lust auf fettige und süße Speisen als Ursache. Wenn wir diese wahrnehmen erkennt das Gehirn diese sofort als solche - dabei wird das Belohnungszentrum aktiviert.

 

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