Foto: calciostreaming / flickr.com / cc

Bälle bei der Fußball-WM: Wie heißt der Adidas-Spielball 2014?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 entwickelte Adidas einen neuen Fußball.

Am 12. Juni 2014 geht es los. Dann startet die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Für die Fußball-Weltmeisterschaft entwickelte Adidas einen neuen Fußball. Er heißt Brazuca und fällt durch seine bunte Farbgebung auf. 

Facts zu den WM-Bällen

  • bis 1970 gab es einfarbige Bälle.
  • 1970 erhielt der erste Spielball eine Namen. Er hieß "Telstar".
  • 2006 in Deutschland hieß der Spielball "Teamgeist".
  • 2010 hieß der Ball "Jabulani" - von "Jabulani" wurden 13 Millionen Bälle (einschließlich Kinderbälle) verkauft.

 

Ein halbes Jahr vor Beginn vorgestellt

Der Fußball Brazuca wurde am dritten Dezember vom Weltverband FIFA in Rio de Janeiro der ganzen Welt vorgestellt. Er wurde von Adidas entwickelt und einer zwei Jahre dauernden Testphase unterzogen. Bekannte und berühmte Fußballer testeten die Spieleigenschaften des Brazuca. Zu rund 600 Testern gehörten Lionel Messi, Zindedine Zidane oder Bastian Schweinsteiger. Brazuca nahm mit einem 'falschen' Design bereits an einem Länderspiel teil. 

Die Bedeutung des Balls

Mit dem Namen "Brazuca" soll das brasilianische Lebensgefühl ausgerückt werden. Es setzt sich aus Stolz, Emotionen und Herzlichkeit zusammen. Eine Million Brasilianer stimmten über den Namen des Balls ab. 70 Prozent davon waren für "Brazuca". Zur Abstimmung standen auch Namen wie "Bossa Nova" oder Carnavalesca". Die bunten farbigen Schleifen sollen an Glücksarmbänder erinnern. Solche Armbänder werden in Brasilien traditionell und in vielen anderen Ländern als Modeschmuck getragen. 

Test mit dem Erlkönig

Adidas hebt das präzise Flugverhalten des Spielballs hervor. Ebenso spricht der Hersteller von einer besseren Ballkontrolle und geringer Wasseraufnahme. Bei den Testes, die rund zwei Jahre dauerten, wurde der Ball meistens im Training oder in mehreren Wochen dauernden Testphasen erprobt. Viele Spieler wussten nicht, dass sie mit dem zukünftigen Fußball für die Weltmeisterschaft übten. Er wurde durch schwarze Aufkleber unkenntlich gemacht. Wurden die Tester zuvor eingeweiht, dann mussten sie sich auf spezielle Eigenschaften des Balls konzentrieren. Brazuca wiegt 437 Gramm. Wie gut der Spielball wirklich ist, das wird sich bei der Weltmeisterschaft zeigen.

 

 

Noch mehr Besonderheiten

Moderne Fußbälle werden nicht mehr aus Leder gefertigt. Sie bestehen aus Synthetik und sind auch nicht mehr genäht sondern geklebt. Früher wurden die Bälle aus Leder noch zugeschnürt. Durch den Knoten zogen sich viele Spieler beim Kopfball Kopfverletzungen zu. Neue Werkstoffe des Spielballs mit verbesserten Eigenschaften werden vorab vom Roboter "Robi-Leg" im Labor getestet. Der Roboter schießt die Bälle bis zu 160 km/h schnell und zielt dabei auf Tore oder eine Freistoßmauer aus Kunststoff. 

TÜV für Fußbälle

Die FIFA schreibt vorab einen TÜV für Spielbälle vor. Den übernimmt die Testanstalt Empa in der Schweiz. Dort müssen die Bälle sogar in die Waschmaschine. Damit wird die Wasseraufnahme der verwendeten Materialien getestet. Der Umfang eines Balls von 69 Zentimeter darf nur um fünf Millimeter variieren. 

Was kostet der neue Ball? 

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 129,95 Euro. Der Fußball ist weltweit erhältlich. In Brasilien bekommt jedes am 3. Dezember geboren Kind einen Ball gratis. 

 

Kommentare