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Letztes Update am 30.10.2014, 15:41
Einem bleichen Schatten gleich huscht er durch die Nacht, in einen dunklen Umhang gehüllt, die Fangzähne lang und nach Blut dürstend und bei Tagesanbruch verschwindet er wieder in seinem Sarg. Jeder weiß, von wem hier die Rede ist. Dracula ist Kult. Aber woher kommt der Mythos, gab es ihn wirklich und warum ist er so berühmt geworden?

Vampire allgemein

Am Lagerfeuer sitzend werden Mythen über Nosferatu bis hin zu Twilight erzählt. Ob Vampire glitzern, leben, wiederauferstanden sind, menschliches oder tierisches Blut saugen, ist von Erzählung zu Erzählung verschieden. Während die Vampire aus den älteren Erzählungen, die im südosteuropäischen Raum ihren Ursprung haben, zumeist nicht minder blutrünstig gepfählt wurden, kämpfen die Twilight-Vampire mit Werwölfen um die große Liebe. Der Mythos ist eben immer auch dem Zeitgeist unterworfen.

Der rumänische Fürst

Als Vorlage für den Protagonisten des, von Abraham Stoker im Jahre 1897 veröffentlichen, Romans "Dracula" diente ein Fürst, der im 15. Jahrhundert im heutigen Rumänien regierte. Der echte Vlad Draculea war der Sohn einer Prinzessin und eines Ritters des Drachenordens (Rum. "Draco" = Drache). Er kämpfte gegen die Türkei sowie Ungarn und soll mit seinen Kriegsgefangenen genauso unbarmherzig verfahren sein wie mit Gesetzesbrechern aus dem eigenen Land: Unzählige Pfählungen gingen auf sein Konto. Sein Ende fand der "echte" Dracula, als er von den Türken gefangen genommen und im Jahr 1476/77 enthauptet wurde. Eine weitere historische Vampirfigur war eine ungarische Gräfin, die im Blut von tausenden von Jungfrauen gebadet haben soll.

Der Roman

In dem Roman von Abraham Stoker reist ein Rechtsanwalt aus beruflichen Gründen zum Schloss des Grafen. Schnell beschleicht ihn dort ein mulmiges Gefühl denn der Graf ist eine recht schauerliche Erscheinung und hat obendrein kein Spiegelbild. Die Handlung spielt in Siebenbürgen und später auch in England, in das der Vampirismus "eingeschleppt" wird. Am Ende gelingt es dem Rechtsanwalt, den Grafen zu enthaupten und dem Spuk ein Ende zu bereiten.

Draculas Erfolgsgeheimnis

Draculas Erfolgsgeheimnis ist das jeder guten Horrorfigur: der Gruselfaktor. Menschen gruseln sich einfach gern und finden das Unbekannte und Mystische faszinierend. Auch die Ähnlichkeit zum Menschen ist aber natürlich ein Faktor, da Dracula sich ja als solcher ausgibt und damit eine weitere Faszination schafft.

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