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Die gängigsten Silvesterbräuche und deren Ursprung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Die verschiedenste Bräuche und Sitten. Doch woher stammen sie eigentlich?

Silvester steht vor der Tür. Und damit verschiedenste Bräuche und Sitten. Doch woher stammen sie eigentlich? 
Seit der Einweihung des Gregorianischen Kalenders 1538 wird der letzte Tag im Jahr als Silvester gefeiert, geweiht wurde dieser Tag dem heiligen Papst Silvester, der das Christentum als Staatsreligion eingeführt hat. Seitdem haben sich viele Bräuche entwickelt.

  1. Abends Familien und/oder Freunde essen gemeinsam, das Gericht variiert dabei von Region zu Region. Gedacht war es früher als Schutz vor bösen Geistern, die diesen Kreis, diesen Bund des Guten nicht zerstören können. 
  2. Traditionellerweise wird an Silvester um Mitternacht zur Begrüßung des neuen Jahres ein großes Feuerwerk veranstaltet. Die Freude auf das neue Jahr wird darin ausgedrückt, das alte vertrieben. Früher hatte es eine andere Funktion: um Dämonen zu vertreiben und zu verschrecken wurde möglichst viel Lärm und Krach veranstaltet.
  3. Auch gehören Kirchenglocken zu Silvester, die um Mitternacht das neue Jahr einläuten, aber meist durch das Silvesterfeuerwerk übertönt werden. Als Ersatz wird in vielen Städten und Kirchen am Neujahrstag ein Neujahrskonzert gegeben.
  4. Zu einem gelungenen Silvester gehören Glückwünsche ebenso dazu wie das Anstoßen mit Sekt. Das oft gehörte „Prost Neujahr“ oder „Prosit Neujahr“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „es möge gelingen“. Entgegen vieler Meinungen wünscht man sich mit einem „Guten Rutsch“ nicht ein „gutes hineinrutschen“ in das neue Jahr, vielmehr kommt die Bedeutung aus dem Hebräischen , bei dem das Wort „rosch“ „Anfang“ bedeutet, als einen guten Anfang im neuen Jahr. 
  5. Glücksbringer sollen Schutz (Hufeisen), Reichtum, Wohlstand (Münze) bringen. Schornsteinfeger waren früher die ersten, die an Neujahr durch die Straßen gingen und zum neuen Jahr gratulierten und noch heute berührt man sie gerne. 
  6. Das Glücksschweinchen findet seine Tradition bei den Germanen und ist ein Zeichen der Fruchtbarkeit und damit des Wohlstands. Marienkäfer sind die Boten der Mutter Gottes. Sie dienen dem Schutz der Kinder und Kranken. 
  7. Nicht mehr aus der Tradition wegzudenken ist das Bleigießen, bei dem Blei geschmolzen und dann schnell in ein Wasserbad geworfen wird. Aus den sich ergebenden Formen versucht man, Vordeutungen zu finden, die im neuen Jahr eintreffen sollen. Symbolischer gesehen wird das Blei, ein Schwermetall, übertragbar auf schwere Lasten die es im vergangenen Jahr zu tragen galt, geschmolzen, neues formt sich.
  8. Auch ein Blick in andere Länder lohnt sich, ob ein Geldstück in Brot eingebacken wird wie in Griechenland oder alte Unterlagen zu Paperschnipseln gerissen und aus dem Fenster geworfen werden – interessante und lustige Bräuche lassen sich auch hier finden!

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