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Dschungelcamp - Das Ekel-Essen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Doch ist dieses Ekel-Essen gar gefährlich und was ist daran so ekelhaft oder gilt hier nur das alte Sprichwort: "Wos da Bauer net kennt, frisst a ned".

Täglich müssen die Bewohner des Dschungelcamps sich in den Dschungelprüfungen die Sterne für ihr Abendessen erkämpfen, um nicht wieder nur Reis und Bohnen vorgesetzt zu bekommen und zu hungern. Dabei bekommen sie aber mitunter schon während der einen oder anderen Prüfung alle Vitamine und Nährstoffe vorgesetzt, die sie für ihren Energiehaushalt im Dschungel gut gebrauchen könnten. Trotzdem werden diese von ihnen oft verschmäht  - doch warum das eigentlich? Anderswo als Delikatessen geltende Schmankerl wie: Kotzfrucht, Maden und Würmer, Blut und ab und an auch Geschlechtsteile in pürierter Form, erwecken bei den Kandidaten und beim Zuschauer großen Ekel und das hat zweifelsohne einen hohen Unterhaltungsfaktor. Doch ist dieses Ekel-Essen gar gefährlich für die Kandidaten und was ist daran so ekelhaft, oder gilt hier nur das alte Sprichwort: "Wos da Bauer net kennt, frisst a ned". Und was ist eigentlich mit den Tieren, wo kommen sie her und kommen sie während der Sendung zu Schaden? Wir klären auf!

Food Facts

  • Alle Tiere kommen aus der Zucht und nicht direkt aus dem Dschungel!
  • "Echte Dschungeltiere" könnten zu Infektionen und Entzündungen bei den Kandidaten führen.
  • Alle Speisen gelten in anderen Kulturen als Delikatessen oder gehören zum normalen Speiseplan!
  • Die Benennung der Speisen entspricht nicht immer der Realität  - dient aber der Publicity und dem Sensationsfaktor der Sendung!
  • PETA prangert den Umgang mit den Tieren an, RTL beglaubigt jedoch Absegnung durch australische Tierschutzorganisation vor jeder Prüfung.

Delikatessen bei den Dschungelprüfungen

Der Ekelfaktor:

  • Die Kandidaten beim Dschungelcamp bekommen die unterschiedlichsten Speisen zu ihren Dschungelprüfungen vorgesetzt, Speisen die der ein oder andere von uns als Delikatesse bezeichnen würde.
  • In Asien ist es normal Heuschrecken und Hühnerfüße zu essen, ebenso wie der Verzehr von exotischem Fleisch wie Krokodil, Schlange etc. im australischen Pub um die Ecke auch bei uns zu Hause möglich ist - nur das man sich hierbei denkt: Interessant die Traditionen anderer Kulturen kennenzulernen oder wenn man es im Fernsehen sieht, ekelt man sich...
  • Doch nicht nur das, manches von dem was die Kandidaten sich trauen müssen zu essen, sollten wir vielleicht alle sogar öfter essen - wenn es nach neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft geht: denn Mehlwürmer sind zum Beispiel äußerst eiweißhaltig und sie können geröstet auch als Alternative zu Fleisch und Milch als Eiweißlieferanten herangezogen werden (sowie im Asia-Shop auch bei uns gekauft werden).
  • Fast in jeder Staffel bekommen die Kandidaten die Kotzfrucht, die auch Käse-und Stinkfrucht genannt wird vorgesetzt, diese riecht zwar nach menschlichem Erbrochenen schmeckt aber süß, mit Walnuss und Vanille Akzenten.
  • Die Inhalte der durchaus kreativ benannten Gänge bei den Prüfungen, kommen also aus der Gourmetküche und das Fleisch bzw. die Tiere die verwendet werden, kommen aus der Zucht. Echte Dschungelbewohner könnten nämlich beim Verzehr durch den Menschen in dessen Organismus zu Entzündungen und Infektionen führen und die Gesundheit der Kandidaten belasten.
  • Apropos kreativ benannte Gänge - manche Bezeichnungen sind nicht korrekt - da es zum Beispiel kein Buschschwein oder auch keinen Buschhirschen in dieser Bezeichnung in Australien gibt, da diese aber allgemein leichter verständlich ist und auch spektakulärer klingt, ist der Gebrauch durchaus nachvollziehbar und erfüllt hier seinen Zweck.

 

Fazit:

  • Allgemein kann also festgestellt werden, das wiedermal nicht so heiß gegessen wird, wie gekocht...nichts desto trotz kostet das Verspeisen mancher Gerichte, die unsereins nicht kennt, bestimmt einiges an Überwindung und Kraft - man sollte dabei aber nicht vergessen, das man generell alles einmal probiert haben und für die Traditionen fremder Kulturen auch immer offen sein sollte-zumindest um sich selbst eine eigene Meinung davon zu bilden.
  • Und was die Ehrlichkeit betrifft...hätte die Sendung nicht diesen Entertainment Faktor und würden die Prüfungen nicht spektakulär inszeniert werden und die Kandidaten nicht ein wenig leiden müssen, dann würde sie wahrscheinlich keiner von uns so gerne anschauen, oder?!

 

Tierquälerei oder nicht?

  • Einen anderen Aspekt den der Verzehr des Ekel-Essens aufwirft, ist zweifelsohne die Frage nach der möglichen Tierquälerei? - RTL bezieht hierzu klare Stellung und nennt die Absegnung jeder Dschungelprüfung mit Tierbeteiligung durch die australische Tierschutzorganisation "RSPCA Notification of Animal Usage".

  • Doch PETA ist hier anderer Meinung - sie prangern den Umgang und die Tötung der Tiere hart an und sehen keinen sach-und artgerechten Umgang mit den Tieren.
  • Experten sagen, dass pro Staffel einige hundert Tiere durch den Einsatz bei den Prüfungen zu Tode kommen und auf all jene, die aus Überzeugung Vegetarier oder gar Veganer sind, hier auch keine Rücksicht genommen werde.
  • Rechtliche Konsequenzen für den Sender wurden dabei jedoch noch nicht bekannt!
  • Zuchttiere werden teilweise zum Verzehr...wie der Name schon sagt...gezüchtet! Daher wäre es also für die Kritiker ratsam, nicht gegen ein so erfolgreiches Format vorzugehen, sondern bei der Quelle anzusetzen - also Tierzucht generell zu bekämpfen...

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