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Fußball-WM: Welcher Ausrüster wurde am öftesten Weltmeister?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Die Vormachtstellung der Fußball-Ausrüster.

Alle 4 Jahre wird im Rahmen der Fußball-WM der Weltmeister gekürt. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Wettkampf zwischen den besten Nationalmannschaften, sondern vielmehr auch um einen Kampf der Vormachtstellungen der Ausrüster.

Quick-Facts

  • Adidas ist Ausrüster-Weltmeister
  • Konkurrenzkampf zwischen Adidas und Nike obwohl Nike bisher nur eine Weltmeisterschaft für sich verbuchen kann
  • Schuhe im deutschen Nationalteam von der Sponsor-Ausrüstung ausgeschlossen
  • Ausrüster nehmen deutliche Machtstellung ein

 

Adidas gegen den Rest der Welt

Als ganz klarer Ausrüster-Weltmeister geht Adidas aus den vergangenen Turnieren hervor. Unter dem Markennamen Adidas konnte das Unternehmen bisher 4 mal den Weltmeistertitel feiern. Die Gewinnerteams waren 1978 Argentinien, 1990 Deutschland, 1998 Frankreich und 2010 Spanien. Im Jahr 1974 holte Deutschland in Erima Trikots den Titel. Erima war zu der Zeit eine Tochterfirma von Adidas. Adidas selber stattet bereits seit 1926 Spieler, Vereine und Verbände aus. Den zweiten Platz mit 3 gewonnenen Weltmeisterschaften belegt der Ausrüster Umbro. Platz 3 kann Le Coq Sportif mit 2 Titel für sich verbuchen und die Ausrüster Nike und Puma können jeweils eine Fußball-WM für sich verbuchen. In den letzten Jahren festigte sich ein stetiger Konkurrenzkampf zwischen Adidas und Nike.

Werbung, Macht, Geld und Prestige

Die Ausstatter der Nationalmannschaften versprechen sich vom Sponsoring nicht nur „ein bisschen“ Werbung für sich, sondern es geht um viel Geld, Marktführungspositionen und Macht. Ein gutes Beispiels stellt die Fußball-WM 1998 da: Im Finale spielte Frankreich, ausgestattet von Adidas gegen Brasilien, ausgestattet von Nike. Gerüchten zur Folge hatte der Ausstatter Nike seine Machtposition im Nationalteam ausgenutzt um zu erwirken, dass der Weltfussballer Ronaldo, trotz Verletzung auflief. Durch das verlorene Finale gegen Frankreich musste der damalige Marktführer seine Vorherrschaft auf dem französischen Markt ebenfalls als verloren akzeptieren. Der deutsche Ausrüster Adidas lief den Amerikanern mühelos nach der gewonnenen WM den Rang ab. 

Verschiedene Strategien

Dabei bedienen sich beide Unternehmen im Kampf um Aufsehen und Präsenz bei einer Fußball-WM verschiedener Strategien. Adidas wählt dabei den klassischen und offiziellen Weg. Seit Jahrzehnten hat das Herzogenauracher Unternehmen den Status des offiziellen FIFA-Sponsors inne. Diese Zusammenarbeit wurde vor kurzem erst bis zum Jahr 2030 verlängert. Das ermöglicht dem Unternehmen während der Spiele im Stadion Bandenwerbung zu zeigen. Ebenso hat sich Adidas die Rechte am Spielball ergattern können. Der Hersteller profitiert so von einem koordinierten und authentischen Auftritt. 

Nike hingegen setzt auf unkonventionelle Vorgehensweisen sog. Ambush-Marketing-Aktionen. Die bisher wohl legendärste Aktion nahm Nike 1994 beim Finalspiel zwischen Brasilien und Italien vor. Der Sportausrüster verschenkte vor dem Stadion 70.000 Baseball-Caps in den Landesfarben Brasiliens. Gerne griffen die Zuschauer zu mit dem Ergebnis, dass die Stadion-Tribünen einem einzigen Nike-Meer. Dank der Fernsehübertragungen erhielt Nike so auf der ganzen Welt kostenlose Werbung und vermittelten den Fernsehzuschauern die vorherrschende tolle Atmosphäre, Stolz und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. 

Kampf der Schuhe

Bis vor einigen Jahren zählten auch die Schuhe zur vollständigen Hersteller-Ausrüstung der Teams. Nachdem namenhafte und tadellose Sportler, wie z.B. der deutsche Nationalspieler Miroslav Klose, wiederholt Beschwerden aufgrund der Schuhe äußerten wurden die Schuhe aus der „Zwangsausstattung“ genommen. Seither ist es den deutschen Nationalspielern im Rahmen von Länderspielen erlaubt auch Schuhe von anderen Herstellern zu tragen. 

 

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