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Gedanken zum Advent: Eine Festzeit im Blickpunkt

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der goldene Herbst ist längst vorbei...

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der goldene Herbst ist längst vorbei, kahl stehen die Bäume draußen vor dem Hause, die Nächte werden lang. Die Straßen zieren Lichterketten, Leuchter stehen an den Fenstern, auf dem Markplatz schwebt der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln. Emsig strebt die Masse durch die Gassen: Was soll ich nur der Tante Erna schenken? Vielleicht hältst Du inne, schaust der Menge ins Gesicht und fragst Dich: Wer macht sich heute noch Gedanken zum Advent? Überhaupt, was ist das eigentlich?

Bitte beachten

  • Advent von lat. Adventus = Ankunft.
  • Christliche Festzeit vor Heiligabend.
  • Dauer: Vier Sonntage in der westlich Tradition und etwa sechs Wochen in der östlichen Tradition.
  • Bedeutung: Die sehnsüchtige Erwartung der Geburt des Christuskindes.

Wozu soll man sich um den Advent Gedanken machen?

Sich Gedanken zum Advent zu machen, bedeutet, sich der Zeit bewusst zu werden, die wir in unseren Breiten durchschreiten, wenn die Wintersonnwende vor der Türe steht. Sich ihrer bewusst zu werden hilft uns, sie besser in ihrer Qualität zu erleben, sie zu verstehen, besser mit ihr umgehen zu können. In unserer Zeit wird das Jahr immer mehr nivelliert, der Mensch sollte immer gleich funktionieren, im Supermarkt gibt es immer dasselbe Gemüse … dabei hat zweifelsohne jeder Zeitbereich im Jahreslauf seine ganz besonderen Eigenschaften und der Mensch steht darinnen, so auch in der Zeit des Advent. 

Was ist der Advent für eine Zeit?

Die herbstliche Tagundnachtgleiche ist schon lange überschritten und man erlebt deutlich, wie die Nächte länger und länger werden, als wollte sie nach und nach den Tag verschlingen. Es wird Dunkel, es wird kalt, das Leben in der Natur zieht sich zurück. Als man in alten Zeiten noch enger mit der Natur verbunden war als heute, erlebte man dies umso mehr. Und man kann eine Sehnsucht verspüren, ein Sehnen nach Wärme und nach Licht. Je mehr man dieses Sehnen erlebt, umso bedeutungsvoller wird das Ereignis der Wintersonnwende, von dem an die Tage wieder zunehmen. 

Und was ist der Advent selber?

In der so geschilderten Zeit steht der Advent als eine Festzeit christlicher Tradition. Sich Gedanken zum Advent zu machen heißt auch, sich diese religiöse Verbindung bewusst zu machen. Advent kommt vom lateinischen Wort „Aventus“, welches „Ankunft“ bedeutet. Es ist die christliche Festeszeit, in welcher der sehnsüchtigen Erwartung der Geburt des Jesus Christus gedacht wird, durch den das Göttliche auf die Erde tritt in eine Welt, die bildlich ausgedrückt in Dunkelheit und Kälte lebt. Die erlebbare Sehnsucht nach Licht und Wärme in einer Zeit von Dunkelheit und Kälte wird hier symbolisch für die Sehnsucht nach der Liebe bringenden Erscheinung des Göttlichen unter den Menschen. 

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