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Kann ich einem Menschen vertrauen, der bezahlt wird mir zuzuhören?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Vertrauen muss sich immer sehr langsam aufbauen, und kann nicht automatisch entstehen.

Vertrauen kann man sich leider nicht kaufen. Es ist aber möglich, dass man sein vertrauen auch einem fremden Menschen schenken kann. Und das geht sogar, wenn der dafür bezahlt wird. Das Geld bekommt er ja nicht speziell, weil er nur zuhört, sondern weil dieses zuhören, beraten und helfen sein Beruf ist. Deswegen ist es wichtig, dass man nicht nur redet oder von seinen Sorgen und Problemen berichtet, sondern auch rihug einmal Kritik anbrint, indem man nämlich sagt, was man wirklich denkt und was man wirklich fühlt. Auch damit wird ein guter Therapeut klarkommen.

  • Sympathie
  • Langsamer Gesprächsaufbau
  • Kontakt zu anderen Betroffenen
  • Evtl. Wechsel der "Vertrauensperson"

Zuhören, Vertrauen und Bezahlung - So passt das zusammen

  • Man kann ruhig mal fragen, ob das jetzt echtes Interesse ist, oder ob es nur um die Bezahlung geht. Dann sollte man aber auch die Antwort abwarten, und vor allem die Körpersprache beobachten. Generell sollte man den Therapeuten wechseln, wenn man sich dort nicht gut aufgehoben fühlt.
  • Es ist richtig, dass die Therapeuten logischerweise für das Zuhören bezahlt werden, denn sollte oder darf es nicht nur darum gehen, diese Sitzungen hinter sich zu bringen, einen Haken als erledigt zu setzen und dann den Verdienst zusammenzurechnen.
  • Wenn man das gefühl hat, der Zuhörer schaut immer auf die Uhr und wartet das die zeit bald um ist, dann sollte man sich unbedingt auf die Suche nach jemand anderem machen. Niemand kann Sie zwingen, bei diesem einen Therapeuten zu bleiben. Schließlich soll nicht dessen Geldbörse, sondern ja Ihnen geholfen werden.
  • Oft lässt sich schon am Telefon bei einer Terminvereinbarung erahnen, ob man sich "verstehen" könnte, oder nicht. Denn nur, wenn einem der Gegenüber auch sympathisch ist und man sich irgendwie angenommen fühlt, kann man Vertrauen aufbauen. Sie können ja auch erst einmal einen termin vereinbaren, und dann um eine Art Kennenlerngespräch bitten. Dabei können und sollten Sie dann auch erwähnen, warum Sie auf der Suche nach einer neuen Vertrauensperson sind, und wie Sie sich bei den gesprächen vorher gefühlt haben.
  • Oft kann es auch helfen, wenn man andere Betroffene um Rat bittet, oder sich ganz einfach unter Gleichgesinnten austauscht. Hier sind viele verschiedene Menschen, die alle ihre unterschiedlichen Erfahrungen gemacht haben. Tipps und Ratschläge können hier oft mehr helfen, als zahlreiche Sitzungen beim Therapeuten, wo man sich leider fehl am Platze fühlt.
  • Es gibt aber auch öffentliche Anlaufstellen und Beratungsstellen. Dort können Sie auch Vorgespräche und vor allem auch unverbindlich vorsprechen, und sich auch dort nach Therapeuten erkundigen. Hier sind alle Personen neutral und stehen weder auf der einen, noch auf der anderen Seite. Der Rat von einem unparteiischen ist oft der Beste, um seinen eigenen Weg wieder zu finden.

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