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Luft anhalten: Wie lange geht's im Durchschnitt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Das Luftholen ist ein Reflex, der bei der Geburt einsetzt und bis zum Tod anhält.
Wir holen ganz automatisch Luft und denken meist gar nicht darüber nach. Viele haben als Kinder das Anhalten der Luft als Spiel im Wettbewerb geübt, nur so zum Spaß oder als Übung für das Tauchen. Wie lange kann ein Mensch die Luft anhalten?

Der Weltrekord

  • Im Guinness Buch der Rekorde steht der Weltrekord von Stig Severinsen mit 22 Minuten Luft anhalten.
  • Das scheint unglaublich. Der Mensch schafft im Durchschnitt nur 1-2 Minuten, mit entsprechendem Training auch 2-3 Minuten.
  • Mit einer entsprechenden Begabung und sehr viel Training sind diese 22 Minuten erreicht worden; dieses Vorhaben ist aber definitiv nicht für jedermann geeignet.

Luft anhalten

Luft anhalten beim Tauchen

Die Luft anzuhalten kann man trainieren. Beispielsweise ist das beim Tauchen erforderlich. Das Lungenvolumen ist unterschiedlich groß, das heißt die Menge an Luft, die die Lunge speichern kann. Sehr reizvoll ist es in bizarren Unterwasserwelten zu tauchen und zwar ohne jedes Hilfsmittel. Damit man nicht andauernd wieder auftauchen muss, muss man möglichst lange die Luft anhalten können. Dies ist durchaus trainierbar. In Ruhe wird man natürlich weniger Luft verbrauchen als bei stärkerer Bewegung und Belastung oder auch in Panik. Im Durchschnitt kann ein untrainierter Mensch die Luft für 1-2 Minuten anhalten. Manche Sportler trainieren das Anhalten der Luft durch einatmen von reinem Sauerstoff oder Helium. Dadurch kann der Reflex zum Einatmen sehr hinaus gezögert werden.

Luft anhalten als Technik beim Yoga

Als spezielle Technik zum Beispiel beim Yoga wird das Anhalten der Luft auch sukzessive geübt und manche Yogis erreichen erstaunliche Zeiten. Der normale Mensch kann das trainieren indem er auf dem Atem bewusst achtet. Das hat eine wirksame Tiefenentspannung zur Folge und der Puls wird nachweislich gesenkt. Man atmet ein so für ca. 10 Sekunden, dann ca. 40 Sekunden die Luft anhalten und schließlich doppelt solange ausatmen wie man eingeatmet hat, also ungefähr 20 Sekunden lang. Zuerst in den unteren Bauchraum einatmen und erst zum Schluss den Brustkorb füllen. Durch diese wirksame Übung kann man zum Beispiel auch beim Tauchen länger die Luft anhalten.

Einatmen als Reflex

Vom ersten bis zum letzten Atemzug funktioniert die Atmung ohne unser Zutun ganz automatisch. Der natürliche Drang einzuatmen kann nicht sehr lange unterdrückt werden, dies ist eine Schutzmaßnahme des Körpers, damit es nicht zu Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff kommt. Die Körperzellen brauchen ständig eine bestimmte Menge an Sauerstoff sonst sterben sie ab. Die Nervenzellen des Gehirns sind schon nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff irreparabel geschädigt. Wird das natürliche Einatmen durch künstliche Hilfsmittel unterdrückt zum Bespiel indem man Mund und Nase zuhält oder unter Wasser, kann es schnell zu Schädigungen des Gehirns oder Bewusstlosigkeit kommen. Im Extremfall tritt letztendlich der Tod durch Ersticken ein

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