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Lustige Faschingsbräuche in Deutschland? - Ein Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:15
Der Trommler Albert, die Bajasstaufe und die tanzenden Marktweiber...

Ob Fasching, Fastnacht oder Karneval – Hauptsache, man lässt die Korken knallen und es wird ordentlich gefeiert! Ob es nun die Römer waren, die den fröhlichen Mummenschanz begannen oder sogar die alten Ägypter, fest steht, dass Faschingsbräuche nicht nur in Deutschland auf viel ältere Traditionen zurückgehen. In vielen Kulturen sollte das bunte Treiben den grauen Winter verjagen und Platz für den Frühling schaffen.

Lustige Faschingsbräuche in Deutschland

target="_blank">Geschichte des Faschings:

  • Als das Christentum in Europa Einzug hielt, schien es zunächst, als hätten die alten Festlichkeiten ausgedient. Gegen Ende des Mittelalters jedoch wurden die Faschingsbräuche in Deutschland wiederentdeckt.
  • Die Fastnacht, die Nacht vor der Fastenzeit, war die letzte Gelegenheit noch einmal einen guten Braten zu genießen, bevor man den Gaumenfreuden dann für vierzig Tage „Carne Vale!“, also „Fleisch, ade!“ sagen musste.
  • Deshalb drückten sogar die gestrengen Kirchenoberen ein Auge zu, wenn die braven Schäfchen beim Feiern ein wenig über die Stränge schlugen.

 

Bedingung:

  • Einzige Bedingung: Am Vorabend zum Aschermittwoch um Punkt zwölf war der Spaß vorbei.
  • Auch heute noch wird der Fasching am Faschingsdienstag rituell zu Grabe getragen, beispielsweise in den Fastnachtshochburgen Düsseldorf, Mainz und Köln.


Lokale Traditionen:

  • Doch wer die verschiedenen Faschingsbräuche in Deutschland kennen lernen möchte, sollte auch abseits der großen Städte danach suchen. Oft fließen nämlich lokale Traditionen in das bunte Karnevalstreiben mit ein.
  • Im bayrisch-schwäbischen Städtchen Burgau beispielsweise, geht am Rosenmontag der Trommler Albert mit den Kindern von Geschäft zu Geschäft und aus jedem Fenster regnet es Süßigkeiten.
  • Das hat aber nichts mit Halloween zu tun, sondern geht auf die Kinderbrotspeisung in den Zeiten der Pest zurück.


Besonderes:

  • Im badischen Waldkirch werden Neulinge mit der sogenannten Bajasstaufe in die Gemeinschaft der Narren aufgenommen. Hier wird man allerdings nicht ins Wasser getunkt, sondern unter einem Tuch mit Holzspänen beworfen.
  • Danach tanzen die alten und die neuen Bajasse gemeinsam um den Brunnen. Überhaupt wird bei vielen Faschingsbräuchen in Deutschland gern und ausgiebig getanzt. In Lauingen sind es die Hexen, in der bayrischen Landeshauptstadt München die Marktweiber, die das Tanzbein schwingen.
  • Und spätestens bei der Polonaise, die bei keiner Faschingsveranstaltung fehlen darf, hält es dann niemanden mehr auf seinem Stuhl.

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