Foto: Shutterstock.com / Gibt es die Kreatur aus dem Regenwald wirklich?

Mapinguari - Gibt es die Kreatur aus dem Regenwald wirklich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Mitten in der Amazonas-Region, im Stammesgebiet der Cario-Indianer soll ein sehr seltsames Tier hausen.

Mitten in der Amazonas-Region, im Stammesgebiet der Cario-Indianer soll ein sehr seltsames Tier hausen - das Mapinguari. Es soll sehr versteckt im tiefsten Regenwald leben, nur nachts aktiv sein, sich sowohl von pflanzlicher als auch tierischer Kost ernähren und sogar schon Menschen gerissen haben.

Wie soll das Mapinguari aussehen?

  • Die Indianer beschreiben das Mapinguari als riesiges Tier mit dichten rotbraunen Fell.
  • Auf den Hinterbeinen stehend soll es gut zwei Meter hoch sein und einen unangenehmen fauligen Geruch verströmen.
  • Es gibt viele Geschichten über Begegnungen der Cario mit dem Tier, aber nur ein einziger Weißer will es jemals gesehen haben. Der argentinische Forscher Ramon Lista traf Ende des 19. Jahrhunderts ein Lebewesen dieser Beschreibung, als er in Patagonien auf der Jagd war.
  • Er wollte es töten, aber mehrere Schüsse zeigten keinerlei Wirkung und es verschwand im Dschungel.

Kann es das Mapinguari wirklich geben?

Anders als beim Yeti oder Nessie ist es nicht unwahrscheinlich, dass es das Mapinguari wirklich gibt. Der US-amerikanische Anthropologe David Oren und sein brasilianischer Kollege Ilton da Silva glauben, dass es sich bei dem rätselhaften Tier um ein Mylodon oder Riesenfaultier handelt, das bisher als seit Jahrtausenden ausgestorben galt. Es hat im entsprechenden Gebiet fossile Funde dieser Tierart gegeben und man weiß, dass das Fell des Riesenfaultieres bräunlich und dicht mit eingelagerten Knochenplättchen geschützt war, die es praktisch undurchdringlich machte.

Auch für die Tatsache, dass Forscher es trotz vieler Bemühungen nicht gefunden haben, gibt eine plausible Erklärung. Das Gebiet, dass heute der restliche Lebensraum des Riesenfaultiers sein könnte, ist mit 6,5 Millionen Quadratkilometern unvorstellbar groß und kaum zu 40 Prozent erforscht. Außerdem sind alle Faultiere mangels Bewegungsdranges nicht leicht im dichten Wald zu finden, zumal sie nur nachts aktiv sind. Vielleicht gelingt es irgendwann tatsächlich einmal, einen unwiderlegbaren Beweis für die Existenz des Mapinguaris zu finden. 

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