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Paralympics London 2012 - Wie qualifiziert man sich für die Wettkämpfe?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:01
So qualifiziert man sich für die Paralympics.

Olympische Spiele sind für jeden Sportler der Höhepunkt der Karriere. Für behinderte Sportler sind die Paralympics das Äquivalent zu den Olympischen Spielen. Für beide Veranstaltungen müssen sich die Sportler qualifizieren, um daran teilnehmen zu können. Die Abläufe der Qualifikation für die Paralympics werden im Folgenden dargestellt.
Die Nominierung zu den Paralympischen Spielen wird durch die Nominierungskomission des Deutschen Behindertensportverband vorgenommen. Dieser erhält schriftliche Nominierungsvorschläge der Bundes- oder Cheftrainer der jeweiligen Sportarten, in denen detaillierte Gründe für eine Teilnahme aufgeführt werden. Jeder vorgeschlagene Sportler muss die Qualifikationskriterien des IPC erfüllen, die unter dem Link nachzulesen sind.

  • Es gibt aber auch noch verbandsinterne Qualifikationskriterien. 
  • Diese legt die Nominierungskommission gemeinsam mit den jeweiligen Bundes- oder Cheftrainern fest. 
  • Um nominiert zu werden, muss ein Sportler, beziehungsweise ein Team, Medaillenchancen haben.
  • Außerdem muss ein Sportler die eigene Wettkampftauglichkeit nachweisen.

  1. Um sich zu qualifizieren, ist es in den individuellen Sportarten meist so, dass ein Sportler in einem international besetzten Wettbewerb ein bestimmtes und vorher festgelegtes Ergebnis erzielt haben muss. Die einzelnen Qualifikationsanforderungen der jeweiligen Sportarten können unter dem Link eingesehen werden
  2. Um ein konkretes Beispiel anzuführen, ist es beim paralympischen Dressurreiten so, dass die Sportler innerhalb des Qualifikationszeitraums vom 01.01.2010 bis zum 17.06. 2012 an mindestens einem der internationalen Qualifikationsturniere mit einem Ergebnis von 60 % erfolgreich teilgenommen haben müssen. Zusätzlich gilt beim Dressurreiten, dass der Reiter nur mit dem nominierten Pferd starten darf.
  3. Um nominiert zu werden ist es überdies erforderlich, dass der Sportler die Athleten- und Schiedsgerichtvereinbarung, die Ehren- und Verpflichtungsermächtigung des DBS, genauso wie das Eligibility Code Form des IPC unterschreibt.
  4. Nominierungen können aber auch wieder entzogen werden und zwar aus den folgenden Gründen. Sobald ein Sportler Pflichtverletzungen begeht, unsportliches, verbands- oder mannschaftsschädigendes Verhalten zeigt oder Straftaten begeht, kann die Nominierung widerrufen werden.
  5. Alle Athleten im erweiterten Nominierungskreis müssen dem allgemeinen Testingpool der NADA spätestens bis zwölf Monate vor Beginn der Paralympischen Spiele gemeldet werden. Ansonsten kann auch dadurch eine Nominierung ihre Gültigkeit verlieren.
  6. Sind alle diese Anforderungen erfüllt, der Trainingszustand gut und die Gesundheit stabil, steht einem Start bei den Paralympischen Spielen nicht mehr im Wege.

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