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Red Bull Crashed Ice - Ablauf des Wettkampfs

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Wer in einem winterlichen Highlight seine Kräfte messen will, der nimmt an Red Bull Crashed Ice teil.
Bei dieser Veranstaltung geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um die eigene Körperbeherrschung und den Willen zum Sieg. Doch was ist dieses Spektakel eigentlich und wie läuft es ab?

Facts zu Crashed Ice

  • Mischung aus drei Sportarten
  • Bodychecks bei hoher Geschwindigkeit
  • echte Weltmeisterschaften werden ausgetragen
  • es treten überwiegend Eishockeyspieler an
  • bis zu 70 km/h werden bei der Abfahrt erreicht

Wie alles begann

Im Jahr 2001 nahm in Stockholm alles seinen Anfang. Ein ehemaliger Eishockeyspieler und Snowboarder hatte die Idee zu einem Event, welches auch die härtesten Sportler auf die Probe stellt. So erschuf man einen Mix aus einem Drittel Boardercross, einem weiteren Drittel Eishockey und einen letzten Drittel bestehend aus einer Inline-Downhill-Abfahrt. Im März besagten Jahres war es dann soweit und Red Bull lud Sportler zu der Premierenveranstaltung ein. Insgesamt nahmen damals 57 Teilnehmer, welche aus 10 Ländern kamen, an diesem Spektakel teil. 

Dieser erste Versuch, entpuppte sich als voller Erfolg und somit übernahm das Unternehmen Red Bull dauerhaft das Sponsoring. Mittlerweile wird jährlich eine Weltmeisterschaft in dieser Sportart ausgetragen. Seit 2009 nehmen auch deutsche Sportler an den Wettkämpfen teil.

Ablauf und Teilnahme von Red Bull Crashed Ice

Wie nimmt man teil

Um beim Red Bull Crashed Ice dabei zu sein, muss man sich entsprechend Qualifizieren. Hierzu finden regionale Vorausscheide statt, bei den die letztendlichen Teilnehmer für die internationale Veranstaltung ermittelt werden. Dieser Vorausscheid wird auf einem Eishockeyfeld ausgetragen, auf welchem ein entsprechender Parcours aufgebaut wird. Er muss so schnell wie möglich von den Teilnehmern absolviert werden. Um sich für den Hauptwettbewerb zu qualifizieren muss man mindestens 16 Jahre alt sein und eine Eishockeyausrüstung mitbringen. Wer es unter die ersten drei schafft, nimmt automatisch am jeweiligen WM-Stopp teil und kann um den Titel kämpfen.

Seit dem Jahr 2010, also ab dem Zeitpunkt ab dem Jährlich Weltmeisterschaften ausgetragen werden, treten die regionalen und die internationalen Teilnehmer gemeinsam zu den Qualifikationsläufen an. Hier handelt es sich aber um reine Zeitläufe, welche ohne einen Gegner stattfinden. Am Ende treten die 64 schnellsten Läufer, jeweils in Vierergruppen, gegeneinander an um in das Finale einzuziehen. Hier wird das Prinzip des Last-Man-Standings angewandt. Jeweils die ersten beiden Läufer, gelangen eine Runde weiter. Am Ende stehen sich die letzten vier Athleten im Finale gegenüber. 

Um den Ansporn noch zu vergrößern, werden Weltmeisterschaftspunkte verteilt. Der erstplatzierte erhält somit 1000 Punkte, der zweit 800 und so weiter. Wer am Ende einer Saison die meisten Punkte gesammelt hat, wird schließlich zum Weltmeister gekürt.

Der Ablauf auf einer schnellen Piste

Hat man es in das Hauptevent geschafft, dann kämpft man jeweils mit drei anderen um den Sieg. Gestartet wird aus einer Box in vierergruppen. Schon rast man eine etwa 350 m lange Eishalfpipe hinab und muss dabei Hindernissen ausweichen und die Bodychecks der anderen Teilnehmer abwehren. Die ersten beiden, die in Ziel kommen, sind eine Runde weiter, der Rest scheidet aus. Das Event findet in einer Saison an mehreren Standorten auf der Welt statt. Wer am Ende bei allen Rennen die meisten Punkte erfahren hat, also Sieger geworden ist, wird zum Weltmeister ernannt. 

Die Regeln und das Equipment

Der gesamte Red Bull Crashed Ice Parcours wird Eistrack genannt. Dieser wird zumeist in großen Städten, als offene Anlage errichtet. Die Skater starten aus einer Art Box heraus, direkt nebeneinander. Ab dem Start wird die Zeit gemessen. Die Bahn ist dabei mit Hindernissen wie kleinen Buckeln, Treppen oder Torhindernissen gespickt.

Die Teilnehmer treten in Eishockey-Schlittschuhen und kompletter Eishockeykleidung an. Die Helme müssen auf jeden Fall genehmigt sein und über einen Sichtschutz verfügen. Diese Bekleidung hat nicht nur etwas mit der Sicherheit zu tun, sondern wird auch benötigt, weil während der Abfahrt Bodychecks erlaubt sind. Ein Stoßen oder Schubsen hingegen, führt zur sofortigen Disqualifikation. 

Wie bereits erwähnt, funktioniert der Wettkampf nach dem K-o.-System. Auf der bahn werden übrigens etwas 60 bis 70 km/h Stunde erreicht.

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