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Staraufkommen auf der Biennale?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Edelmetall glänzte auf dem Lido de Venezia und auch die Enttäuschung war nicht weit auf der Biennale.

Edelmetall glänzte auf dem Lido de Venezia und auch die Enttäuschung war nicht weit auf der Biennale. Am Samstag wurden die Sieger der 66. Filmfestspiele gekürt. Das Filmland Deutschland kam dabei unerwarteter weise preisgekrönt dabei weg, also mehr oder weniger indirekt. Kritik wurde laut, was die Auswahl der Preisträger anbelangt. Dies dürfte aber ebenso zu dem Wettbewerb gehören, wie die Prominenz, die sich auf dem roten Teppich der Biennale zeigt.

Biennale - Staraufkommen

Deutschland bei den Ersten
Der Hamburger Regisseur Faith Akin hat für seinen sehr modernen Heimatfilm „Soul Kitchen“ einen Sonderpreis erhalten. Damit hat er zum dritten Mal in Folge den Hauptpreis auf einem Internationalen Festival gewonnen. Am 24. September wird dieser Film das Festspiel in Hamburg eröffnen. Aber in die Kinos kommt der Film „Soul Kitchen“ erst im Dezember.
„Lebanon“ von Samuel Maoz, welches ein israelisches Drama darstellt und auch von einer deutschen Filmförderung produziert wurde, gewann den „goldenen Löwen“ auf der Biennale. Die Regisseurin Shirin Neshat, die sich dem Thema des Schah von Persien annahm, mit ihrem Film “Woman without Men“, das sich der iranischen Revolution angenommen hat, bekam ebenso den „goldenen Löwen“. Wenn man das Presseecho der 66. Bienale beachtet, dann fällt doch eine Zwiespältigkeit der Berichterstattung auf. Es wurde zwar wohlwollend erwähnt, dass diese Filme alle in deutscher Förderung entstanden sind, auf der anderen Seite wird aber auch etwas kritisch hinterfragt.

Amerika mal nicht ganz vorne auf der Biennale 2013
Ungewohnter weise gingen vier US-amerikanische Filme in diesem Jahr leer aus, obwohl im letzten Jahr Darren Aronfskins „The Wrestler“ den goldenen Löwen gewann. Viele Hollywood Größen mit Glanz und Glamour waren auch in diesem Jahr wieder anwesend. Das Staraufkommen war sehr hoch, zumeist aber außerhalb des Wettbewerbs der Biennale, aber das hat das Publikum nicht wirklich interessiert. Die Stars nutzten aber die Gelegenheit, sich auf den Filmfestspielen in Venedig zu zeigen. 

Alles in allem kann man sagen, dass die Biennale 2013 für Deutschland ein voller Erfolg war, auch wenn sie nicht so begehrt war wie erwartet. Aber einige Stars und Sternchen haben es sich doch nicht nehmen lassen, die Filme in denen sie mitwirkten auch persönlich zu begleiten. Deutschland kann jedenfalls stolz auf seine Filmemacher sein.

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