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Warum hat sich Fußballer Thomas Hitzlsperger als schwul geoutet?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Der Ex-Nationalspieler steht zu seiner Homosexualität.

Thomas Hitzlsperger hat sich am 08. Januar 2014 öffentlich als schwul geoutet. Der frühere Nationalspieler absolvierte insgesamt 52 Spiele für die deutsche Fußballnationalmannschaft. In über 50 Jahren Bundesligageschichte stand bisher noch kein Fußballer in der Öffentlichkeit für seine Homosexualität ein.

Bitte beachten

  • Thomas Hitzlsperger outete sich als erster deutscher Profifußballer
  • Er möchte die Diskussion über Homosexualität im Profifußball anregen
  • Vor allem jungen Spielern möchte er Mut machen, sich öffentlich zu outen
  • Niemand muss sich für seine Homosexualität schämen - es bleibt jedoch abzuwarten, ob es weitere Coming Outs im deutschen Profisport geben wird.

Die Gründe für sein Outing

  • Der deutsche Fußballer Thomas Hitzlsperger nannte gute Gründe für sein Outing. Bereits in der Vergangenheit berichteten Fußballer immer wieder, dass sie Angst davor hätten, sich öffentlich zu outen. Sie befürchteten Spott und Missverständnis, sodass nur wenige Fußballer diesen Schritt gewagt haben. 
  • Als wichtigen Grund für sein Outing nannte Thomas Hitzlsperger, dass er die Diskussion über Homosexualität im Profi-Fußball anregen und fördern möchte. Kein Fußballer sollte sich demnach davor fürchten, sich zu outen und auch öffentlich dazu stehen.
  • Ebenfalls möchte Hitzlsperger vor allem jungen Spielern Mut verleihen, sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen. Jeder Mensch sei demnach in der Lage, auf der einen Seite ein erfolgreicher Fußballprofi zu sein und auf der anderen Seite sich zu seiner Homosexualität bekennen zu können. So möchte Thomas Hitzlsperger als gutes Beispiel vorangehen und ging mit seinem Outing den ersten wichtigen Schritt.
  • Des Weiteren hat sich der Ex-Nationalspieler niemals für seine Homosexualität geschämt und stand immer für die Tatsache ein.
  • Thomas Hitzlsperger erhält von vielen Seiten größten Respekt und Verständnis für diesen Schritt. Es dürfte also wahrscheinlich ein sehr positiver Schritt gewesen sein, der anderen Fußballern Mut machen könnte, sich öffentlich als schwul zu outen

 

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