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Warum heißt es "blau machen"?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Die Herkunft dieser Redewendung ist nicht ganz sicher.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, woher die Redewendung "blau machen" stammt? Die Herkunft dieser Redewendung ist nicht ganz sicher. Es kursieren verschiedene Deutungsmöglichkeiten.

  1. Wahrscheinlich ist sie auf den arbeitsfreien Tag der Handwerker zurückzuführen. Früher war es in kleineren Handwerksbetrieben nicht unüblich, am Montag nicht den vollen Tag zu arbeiten. Das kam daher: In der Fastenzeit war der Montag frei und es wurden die Kirchen mit blauen oder lila Tüchern geschmückt. Handwerkern kam das gerade recht, so dass sie die freien Montage auch nach der Fastenzeit weiterführten.
  2. Nicht wissenschaftlich anerkannt aber eine sehr kuriose Deutung ist folgende: Danach soll die Redewendung aus der Arbeit der Färber entstanden sein. Für die Herstellung des teuren Indigoblau wurden die Blätter des Färberwaid in Kübeln mit Urin vergoren. Das musste irgendwo herkommen, so dass die Färber sich alkoholisierten um ordentlich pinkeln zu können. Während die so gefärbten Stoffe trockneten, mussten die Färber wieder warten und so soll aus dem rein technischen Aspekt des Bläuens von Stoffen eine allgemein gültige Redewendung für faulenzen entstanden sein. 
  3. Da scheint die Deutung über den Blauen Montag der Handwerker wohl wahrscheinlicher: Auch heute noch steht man am Montag beim Frisör vor verschlossener Tür.

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