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Was ist an Merinowolle besonders? - Eine Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Merinowolle gehört zu den feinsten und hochwertigsten Wollsorten auf der Welt.

Diese spezielle Wollsorte stammt vom Merinoschaf, und zählt zu den besten Wollsorten überhaupt. Im Vergleich zu anderen Wollarten kratzt Merinowolle nicht, wodurch sie sich ideal für die Herstellung von Kleidung eignet.

Besonderheiten von Merinowolle

  • Merinowolle stammt vom Merinoschaf, das auch als Feinwollschaf bekannt ist. Die Wolle ist keimfrei, sehr weich und zudem auch sehr elastisch. Im Vergleich zu anderen Naturwollsorten kratzt Merinowolle nicht auf der Haut. Daher eignet sie sich ideal zur Herstellung von Pullovern, Schals, Mützen und auch Strümpfen.
  • Merinowolle hat die Eigenschaft, für einen optimalen Wärmeaustausch zu sorgen. Sie ist leicht und luftdurchlässig, und unterstützt daher die Hautatmung aktiv. Daher können auch Babysachen aus der Wolle gefertigt werden. Diese gibt es nicht nur fertig zu kaufen, sondern wer gerne strickt oder häkelt, kann sich seine Kleidung aus Merinowolle auch leicht selber machen.
  • Um die Wolle zu gewinnen, werden die Schafe komplett bis auf die Haut geschoren, wobei zwei bis vier Kilogramm Merinowolle gewonnen werden können. Die gereinigte und gewonnene Wolle hat dann eine weiße bis beige Farbe, oder kann auch einen Braunton aufweisen. Wer möchte, der kann sich Merinowolle natürlich auch selbst färben. Damit die Natürlichkeit erhalten bleibt, und die Wolle weiterhin ein Naturprodukt ist, sollte diese dann jedoch nur mit speziellen Pflanzenfarben eingefärbt werden.
  • Saugt sich Merinowolle mit Wasser voll, dann kann sie sehr schwer werden. Ungefähr ein Drittel des Eigengewichts kann die Merinowolle aufnehmen. Das macht auch deutlich, wie gut der Wärmeaustausch funktioniert, und wie Körperflüssigkeiten abgeleitet werden können.
  • Zudem ist die feine Wolle keimfrei. Die in der Merinowolle enthaltenen tierischen Eiweißfasern sorgen dafür, dass sich weder Keime noch Bakterien darin ansammeln können.
  • Dies ist ein weiterer Punkt, warum Merinowolle zum Beispiel sehr gerne für die Herstellung von ökologischen Windelhöschen verwendet wird. Babys, die mit Wickeltüchern und Nässeschutzhosen aus Merinowolle gewickelt werden, bekommen keinen Wunden Po und die Wolle sorgt für einen optimalen Ausgleich von Wärme und Feuchtigkeit.
  • Jedoch gibt es auch beim Kauf von Merinowolle oft Qualitätsunterschiede. Das gilt sowohl für fertige Kleidung aus diese Wolle, aber auch für die Wolle selbst. Deswegen ist es wichtig, sich vorher ein wenig zu informieren und anschließend die Angebote miteinander zu vergleichen.
  • Funktionswäsche und auch spezielle Thermowäsche wird aus der Wolle hergestellt. Bevorzugt werden dabei oft die Merinoschafe aus Neuseeland, da diese bei besonders guten Umweltbedingungen gehalten werden können.
  • Aber auch in Deutschland gibt es Produktionsstätten, die eine gute und hochwertige Merinowolle in den Handel bringen. Das ist auch der Grund, warum diese Schafe nicht mehr nur wegen dem Fleisch, sondern in erster Linie wegen der feinen Wolle gezüchtet werden.

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