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Wer ist Rosemarie Fendel?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
In der Produktion des ZDF von 2012, „Das Adlon. Eine Familiensaga“, spielte sie ihre letzte...

In der Produktion des ZDF von 2012, „Das Adlon. Eine Familiensaga“, spielte sie ihre letzte größere Rolle als Sonja Schadt, Tochter der Berliner Hotelbesitzers. Weiterhin ist sie als Synchronstimme von Elizabeth Taylor bekannt. Über 50 Jahre war sie als Schauspielerin für die deutsche Filmlandschaft prägend. Die Rede ist von Rosemarie Fendel, welche am 13.03.2013 in Frankfurt am Main verstarb.

Steckbrief

Die Anfänge

  • Geboren wurde Rosemarie Fendel am 25.04.1927 in Metternich. Nachdem sie Schauspielunterricht erhielt und im Alter von 20 Jahren ihr Debüt als Theaterschauspielerin in München feierte, war sie an weiteren Theaterproduktionen in verschiedenen deutschen Städten beteiligt.
  • Zusätzlich war Fendel für TV- und Filmproduktionen tätig und beschäftigte sich nebenbei als Drehbuchautorin. Ihre Arbeit als Synchronsprecherin nahm sie 1948 auf.
  • Sie synchronisierte für viele Jahre den Star Elizabeth Taylor, zum Beispiel in "Cleopatra". Weiterhin lieh sie ihre Stimme den französischen Schauspielerinnen Jeanne Moreau und Simone Signoret sowie dem italienischen Sexsymbol und der Schauspielerin Gina Lollobrigida.
  • 1955 heirate Rosemarie Fendel den in Wien geborenen Schauspieler Hans von Borsody (geb. 20.09.1929). Bis 1962 hielt die Ehe, aus welcher eine Tochter hervorging.
  • Suzanne von Borsody wurde am 23.09.1957 geboren. Nach der Geburt pausierte Fendel wenige Jahre. In einer Episode der Fernsehserie „Das Kriminalmuseum“ stand Suzanne zusammen mit ihrer Mutter 1964 erstmals vor der Kamera. Während ihrer Auszeit war Fendel zusätzlich als Hörspielsprecherin für die Produktion „Paul Temple und der Conrad-Fall“ tätig.

Erfolge als Schauspielerin

  • Den Durchbruch schaffte Fendel als Ehefrau (Franziska Keller) von Erik Ode (Herbert Keller) in der Fernsehserie „Der Kommisar“. Insgesamt 97 Episoden wurden von 1968 bis 1970 produziert und im ZDF ausgestrahlt.
  • Es folgten darauf viele weitere Produktionen fürs Fernsehen wie zum Beispiel „Der Italiener“ (1972), „Ein Mädchen fällt vom Himmel“ (1974) oder „Ein Klasse für sich“ (1984). 1973 wurde Rosemarie Fendel die Goldene Kamera verliehen, 1978 wurde sie mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.
  • Einen ihrer größten Erfolge feierte sie mit dem Film „Schtonk!“ (1992), einer deutschen Parodie. Bis 2013 war sie im deutschen Fernsehen zu sehen, unter anderem in der Fernsehserie „Das Traumschiff“, dem Spielfilm „Sams in Gefahr“ (2003) sowie einer weiteren gemeinsamen Produktion mit ihrer Tochter „Mensch Mutter“ (2003). Beinahe bis zu ihrem Tod war Rosemarie Fendel in vielen weiteren Serien und Spielfilmen zu sehen.
  • Obwohl ihr „internationales Format“ (Ingmar Bergmann) nachgesagt wurde, war Fendel stets für nationale Produktionen tätig. Dabei präsentierte sie sich nicht nur als talentierte Schauspielerin. Am 13.02.2013 starb Rosemarie Fendel im Kreis ihrer Familie.

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