Foto: Shutterstock.com

Wer oder was ist Knigge?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Mensch oder Buch - Das ist die Frage!

Knigge ist der Familienname eines uralten, niedersächsichen Adelsgeschlechtes. Der Name ist aber auch ein Synonym für Benehmen und Anstand. Entsprechende Regelwerke, die sogenannten Benimmratgeber sollen auf den Schriftsteller Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig (von) Knigge zurückgehen.

Kingge - Irrtum trifft auf Wirklichkeit

Benehmen und Anstand:
Ob das nun stimmt oder ein Irrtum ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Bis heute spricht man vom Knigge. Benehmen und Anstand gibt man heutzutage eher die Bezeichnungen Stil und Charme. Wer sich so verhält, wird wohl kaum irgendwo anecken und in ein Fettnäpfchen treten. Das nämlich sollten diese Regeln verhindern. Sie stellten eine schriftlich fixierte Hilfe in unterschiedlichen Lebenslagen dar. Wer sich daran hielt, für den konnte es nicht allzu peinlich werden.

Zusammen und getrennt - Privat und Beruf
Im privaten Bereich, wie beispielsweise Zuhause, gelten andere Regeln wie in der Geschäftswelt. Gerade im Umgang mit Geschäftspartnern, ob nun bei einer Besprechung oder bei einem geschäftlichen Abendessen gelten andere Regeln. Und diese Regeln sollte man beherrschen, sonst gerät man schnell in Außenseiterrolle und wird künftig gemieden oder innerhalb des Betriebes mit anderen Tätigkeiten betraut. Aber auch der sogenannte Knigge allein reicht nicht immer aus. Bei internationalen Begegnungen sollte man sich auch mit der Kultur, d.h. den Sitten und Gebräuchen
anwesender Teilnehmer beschäftigen. Das Nicken und Schütteln des Kopfes kann z.B. auch etwas genau Entgegengesetztes bedeuten. Der Einsatz der linken und rechten Hand beim Essen oder zum Gruß kann dabei als Beleidigung aufgefasst werden. In manchen Kulturen gehört ein Rülpser beim Essen zum guten Ton. Andere Kulturen sehen in einem lauten Schneuzen der Nase eine Verletzung der eigenen Würde und des Ansehens, die meist mit Schimpftiraden begleitet, auch einen Abbruch sämtlicher Verhandlungen und Gespräche nach sich ziehen kann.

Je aktueller, desto besser - Der Start
Auch wenn es teilweise altbacken klingt, um gewisse Regeln oder ein Wissen über „den richtigen Dreh“ wird man früher oder später nicht herumkommen. Also fängt man besser gleich an und hat auch so die Möglichkeit etwas über seine Kinderstube zu erzählen bzw. man sorgt für den korrekten Eindruck.

Kommentare