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Wie entsteht ein Röntgenbild?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Ein Blick ins Innere...

Geht man zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen, dann ist es heutzutage nicht unüblich, ein Röntgenbild anfertigen zu lassen. Mit diesem Bild lassen sich Fremdkörper oder beschädigte Strukturen im Körper klar identifizieren, was dem Arzt eine Hilfe bei der Diagnostik und Behandlung bietet. Aber wie funktioniert das Röntgen überhaupt?

Interessante Fakten

  • Die vermutlich ersten Röntgenbilder sind eine Tür mit Bleianstrich und die Hand von Frau Röntgen (sie hängen beide im Deutschen Museum in München)
  • Während das Verfahren in Deutschland und Europa den Namen ihres Entdeckers „Röntgen“ trägt, wird es im Rest der Welt mit der von Wilhelm C. Röntgen gewählten bezeichnung „X-Strahlung“ oder „X-Ray“ bezeichnet.
  • Heutzutage verwendet man wesentlich schwächere Röntgenstrahlen, die zwar den gleichen Effekt haben, aber nicht mehr so schädlich wie die ursprünglichen Strahlen sind.

Strahlende Bilder:

Beim Röntgen handelt es sich um ein Verfahren, dass 1895 von dem deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entwickelt worden war. Dabei werden Körper für kurze Zeit einer elektromagnetischen Strahlung, den sogenannten Röntgenstrahlen oder auch „X-Strahlen“, wie sie ursprünglich hießen, ausgesetzt. Die Strahlen werden in Röntgenröhren erzeugt und über eine Verstärkerfolie oder einen Leuchtschirm konzentriert wiedergegeben. Damit ein Röntgenbild aber entstehen kann, muss hinter dem zu durchleuchtenden Objekt ein lichtempfindliches Foto-Material stehen. Dieses Material funktioniert wie ein altes Schwarz-Weiß-Foto und wird durch die Röntgenstrahlen belichtet, welche aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften ein Objekt durchdringen können. 

Bilderraten:

Der Trick bei der Entstehung eines Röntgenbildes ist die sogenannte Absorbtionsrate der Röntgenstrahlen. Denn wie Wilhelm Conrad Röntgen feststellte, durchdringen die elektromagnetischen Strahlen nicht alle Materialien gleich gut. Knochen, Knorpel und Hartstoffe wie Holz zum Beispiel werden bei einer Röntgenaufnahme weiß abgebildet, weil sie die Röntgenstrahlen fast vollständig absorbieren und weniger Strahlung durch sie hindurch auf das Foto-Material gelangen kann – einfach ausgedrückt wird die Fläche hinter einem Knochen nicht belichtet. Haut, Haare und Textilien besitzen dagegen nur eine geringe Absorbtionsrate, weshalb die Strahlung durch sie mühelos hindurchgeht und den Ärzten überhaupt den Blick ins Innere eines Patienten ermöglicht. Allerdings bedarf es viel Erfahrung und ein gutes Auge, um ein Röntgenbild auszulesen und selbst kleine Brüche und Frakturen der Knochen zu erkennen.

 

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