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Wie funktioniert der Columbo-Trick?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Wer kennt ihn nicht: den TV-Kommissar Inspektor Columbo vom Los Angeles Police Department?

Wer kennt ihn nicht: den TV-Kommissar Inspektor Columbo vom Los Angeles Police Department? Peter Falk in seiner Paraderolle löst jeden Fall auf unverwechselbare Art und Weise. Seine Markenzeichen: ein zerknitterter Regenmantel, verwuscheltes Haar, die Zigarre im Mund und immer etwas zerstreut im Gedanken.

Mit dem Columbo-Trick den Tatverdächtigen ausser Fassung bringen

Inspektor Columbo's Verhalten fand sogar Einzug in die echte Polizeiarbeit.

  • Bei fast jedem Verhör verabschiedet sich Columbo höflich beim Tatverdächtigen, wendet sich der Türe zum Gehen zu und dreht sich beim Hinausgehen noch einmal um, mit dem Vorwand doch so vergesslich zu sein, kramt er in seiner Manteltasche einen Notziblock hervor und stellt noch die ein oder andere Frage. Immer mit Zusatz dass es sich bei der Frage um nichts wichtiges handle und mit der stets angebrachten Höflichkeit.
  • In Kombination mit der "offensichtlichen" Zerstreutheit des Inspektors wird diese letzte Frage oft zum entscheidenden Puzzleteil der Ermittlung, da sich die Tatverdächtigen eigentlich schon entspannt haben, da das Verhör offensichtlich bereits vorbei war und sie sich in Sicherheit wiegen. Das neuerliche Nachfragen bringt die Tatverdächtigen oftmals ausser Fassung und in Panik. Überrumpelt und konzeptlos verheddern sich die in Verdacht stehenden Personen in den eigenen Aussagen und werden schlussendlich überführt.
  • Der Columbo-Trick oder auch Columbo-Effekt, wird unter genau diesem Namen nicht nur bei Polizei-Ermittlungen sondern auch bei Kommunikationstrainings gelehrt und eingeübt. 

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